Radarantennen im HDD-Bohrkopf – Wie sieht die Zukunft aus?

Der Einbau von Radarsende- und Radarempfangsantennen in prototypische, spezielle HDD-Bohrköpfe ermöglichte in den letzten Jahren erhebliche Innovationen. Im Beitrag wird ein Statusbericht zur Entwicklung eines Radarortungssystems in einem HDD-Bohrkopf gegeben. Prototypische Anwendungen wurden bereits in drei europäischen Städten erfolgreich angewendet.

Vom Bohrkopf aus können anthropogene oder geogene Hindernisobjekte oder Erschwernisbereiche im Untergrund mit Radarwellen gescannt und geortet werden. Es erwies sich als große Herausforderung, Radarantennen so stark zu miniaturisieren, dass sie im Bohrkopf untergebracht werden können. Es war aber auch eine große Herausforderung, die Antennenkammer so zu dämpfen, dass sie trotz der hohen, am Bohrkopf wirkenden Beschleunigungskräfte schockabsorbierend gelagert wurde und dass die hohen Datenmengen, welche Radarerfassungen automatisch mit sich führen, auch vom Bohrkopf zum Maschinenleitstand in hoher Dichte übertragen werden können. Durch diese Schritte können nun vom Bohrkopf aus nach vorne und zur Seite hin erste Radar-Bilder („Röntgen-Bilder“) des Bodens geliefert werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2016 (Dezember 2016)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Hans-Joachim Bayer
Markus Hamers
Thomas Schauerte

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