Sicherung einer neutralen Wasserbeschaffenheit in Bergbaufolgeseen

Die Inlake-Neutralisation von Bergbaufolgeseen und ihre Nachsorge sind kostenintensiv. Von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft wurde die Effektivität der Maßnahmen durch Weiterentwicklungen erhöht und wurden die Kosten der Initial- und Nachsorgeneutralisation gesenkt.

Die bergrechtliche Verpflichtung der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zur Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau in Anspruch genommenen Oberfläche erfordert die Herstellung von Bergbaufolgeseen (BFS) in den nach Auskohlung verbliebenen Hohlformen (Tagebaurestlöchern). Die Herstellung der BFS selbst erfolgt durch Eigenwasseraufgang des Grundwassers sowie Fremdwasserflutung.
Die Wasserbeschaffenheit der BFS ist aufgrund der zufließenden bergbaubeeinflussten sauren und eisenhaltigen Grund- und Sickerwässer teilweise sauer und erfordert eine Neutralisation, um die behördlich vorgegebenen Ausleitbedingungen einzuhalten oder um Schäden in abstromig gelegenen Gewässerökosystemen zu verhindern.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 2017 10 (Oktober 2017)
Seiten: 3
Preis: € 10,90
Autor: Dr. Oliver Totsche

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Risikowahrnehmung und Informationsbedarfe der Bevölkerung über die Auswirkungen des Klimawandels auf Hochwasser und Sturmfluten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2018)
Die Betrachtungsweisen für den Küsten- und Hochwasserschutz in Deutschland haben sich verändert. Die auf einen Sicherheitsstandard ausgelegten Vorschriften wären an einen Risikoansatz anzupassen. Hier ist die Bevölkerung einzubinden, um eine Informations- und Verhaltensvorsorge zu unterstützen. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Befragung der Bevölkerung in einer nordwestdeutschen Küstenkommune zu den Themen Hochwasserrisiko und Katastrophenschutz.

Nährstoffmanagement von organischen Düngemitteln in Wassereinzugsgebieten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2018)
Die Stickstoff-Nachlieferung aus organischen Düngern ist schwer zu kalkulieren und kann zu erhöhten Herbst-Nitratwerten im Boden führen. Zunehmende Importe organischer Dünger erfordern in wasser-sensiblen Gebieten eine umfassende Prüfung vor der Düngung. In Südhessen wird eine Nährstoffbörse mit flächenbezogenem Management und kooperativem Ansatz getestet.

Integriertes Wasser-Ressourcen-Management im Hessischen Ried
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2018)
Der Wasserverband Hessisches Ried betreibt seit 1989 für den Leitungsverbund der Öffentlichen Wasserversorgung, für Teile der landwirtschaftlichen Beregnung und zur Stützung industrieller Entnahmen ein Integriertes Wasser-Ressourcen-Management in den Zielen des Grundwasserbewirtschaftungsplans Hessisches Ried.

Integriert und semizentral hergestelltes Betriebs- und Bewässerungswasser für das Quartier
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2018)
Das SEMIZENTRAL-Konzept ermöglicht auf Ebene eines Quartiers, also semizentral eine Abwasseraufbereitung und Versorgung mit Betriebswasser. Es kann damit in wasserarmen Regionen zur Reduktion von Wasserstress beitragen. An einem Beispiel in Qingdao, China wird gezeigt, dass bis zur Hälfte des Bedarfs für die Bewässerung und Straßenreinigung sichergestellt werden kann.

Implementierung innovativer Wasserförder- und -verteilkonzepte in einer Gebirgsregion im Norden Vietnams
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2018)
Der Beitrag behandelt ein BMBF-gefördertes Vorhaben, welches sich auf die Entwicklung und Umsetzung innovativer Wasserförder- und -verteilkonzepte in subtropischen und tropischen (Karst-) Regionen konzentriert.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?