Das neue Essener Verfahren

Die Wassergewinnung Essen GmbH hat die beiden bislang autark betriebenen Wasserwerke Überruhr und Horst/Burgaltendorf zu einem Verbundwasserwerk zusammengeführt und die bestehende Aufbereitungstechnik durch die Verfahrensschritte Aktivkohlefiltration, physikalische Entsäuerung und UV-Desinfektion ergänzt. Das somit geschaffene neue Essener Verfahren stellt ein zukunftssicheres und weitestgehend chemikalienfreies Konzept zur Versorgung von rund einer Million Menschen mit Trinkwasser dar.

Die Gründung der Wassergewinnung Essen GmbH im Jahre 2002 hatten die Gesellschafter Stadtwerke Essen AG und GELSENWASSER AG mit dem Anspruch verknüpft, ihre beiden in Essen getrennt voneinander operierenden Wasserwerke Überruhr und Burgaltendorf/Horst zu einem Verbundwasserwerk zusammenzuführen und damit gemeinsam eine zukunftsweisende Kombination von Wassergewinnung, -aufbereitung und -förderung zu etablieren.

In den folgenden Jahren erarbeiteten die Planer verschiedene Aufbereitungskonzepte zur Realisierung dieser anspruchsvollen Aufgabe. Neben wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen kam das im Folgenden beschriebene Gewinnungs- und Aufbereitungskonzept auch unter dem Einfluss der im Jahr 2006 unterzeichneten Arnsberger Vereinbarung und der vorhergegangenen Verunreinigung des Ruhrwassers mit der Chemikalie PFT zur Ausführung.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2016 (Dezember 2016)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Gregor Langenberg
Andreas Lütz

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Schöpfwerksbetrieb im Zeichen der Energiewende
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (2/2017)
Die niedersächsischen Unterhaltungsverbände haben als Schöpfwerksbetreiber die Aufgabe, die schadlose Abführung des Oberflächenwassers in den Niederungsgebieten sicherzustellen. Der jährlich durch den Pumpenbetrieb verursachte Energieverbrauch ist enorm. Die Unterhaltungsverbände zählen somit zu den Großstromverbrauchern und weisen gleichzeitig ein besonders ungünstiges Lastprofil auf. Die Verbände müssen neue Strategien zur Anpassung entwickeln.

Wasser für die Stadt am Meer: Küstennähe als Kostentreiber in Husum
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Durch Salzwasser gefährdetes Trinkwasser, sinkende Wasserabgabe, zum Teil überdimensionierte Brunnen und Netze: Mit diesen Herausforderungen sieht sich die Stadtwerke Husum Netz GmbH seit geraumer Zeit konfrontiert. Der Wasserversorger hat daher ein ganzheitliches Sanierungskonzept entwickelt, das er sukzessive umsetzt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Trinkwasserinfrastruktur vor Ort an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Zentrale Elemente bei der Umsetzung sind Verbraucherverhalten, Dimensionierung und die Erlösstruktur.

Einfluss von gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) auf die Aufbereitung von Talsperrenwässern
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Seit ca. 20 Jahren steigt die Konzentration des gelösten organischen Kohlenstoffes (DOC) in Gewässern Nordeuropas und Nordamerikas. In Deutschland sind insbesondere Trinkwassertalsperren in den Mittelgebirgen betroffen. Ziel des vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UfZ) koordinierten BMBF-Verbundforschungsvorhabens „Belastung von Trinkwassertalsperren durch gelösten organischen Kohlenstoff: Prognose, Vorsorge, Handlungsempfehlungen (TALKO)“ war es, die Prozesse bei der Mobilisierung und beim Abbau des DOC in den Einzugsgebieten von Trinkwassertalsperren zu identifizieren und Empfehlungen für eine integrative Bewirtschaftung unter Einbeziehung des DOC zu erarbeiten. Im Rahmen des Vorhabens wurde durch das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser das Teilprojekt „Einfluss des DOC auf die Aufbereitung von Talsperrenwässern“ bearbeitet. Ziel war es, methodische Grundlagen zu entwickeln, um die Leistungsgrenzen der Flockungs- und Flockenfiltration bei steigenden DOC-Konzentrationen zu ermitteln. Außerdem sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten die Ultrafiltration bei hohen DOC-Konzentrationen bietet.

Wasserverlustmonitoring 4.0 – softwaregestützte Leckerkennung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Mit der Anpassung des Ansatzes von „Industrie 4.0“ auf die Methodik „Wasserverlustmonitoring 4.0“ sind die Zusammenführung aller vorhandenen Informationsquellen in einem Versorgungssystem sowie die permanente Auswertung und zeitnahe Verfügbarkeit der Bewertung gemeint. Anhand des Fallbeispiels der Stadtwerke Fellbach wird die Vernetzung der einzelnen Informationsquellen, wie die permanenten Zustandsdaten (Durchflussdaten) und die Daten zum Versorgungsnetz (hydraulisches Rechennetzmodell), aufgezeigt. Entsprechend der „4.0“-Methodik erfolgt die Integration der Information und die Anwendung von Cloud-Technologie zur zeitnahen Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.

Unterirdisches Speicherbecken für das Pumpspeicherkraftwerk Forbach
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Im Zuge der Erneuerung und Erweiterung des Wasserkraftstandortes Forbach der EnBW soll das bestehende Schwarzenbachwerk durch ein neues 50-MW-Pumpspeicherkraftwerk ersetzt werden. Zur Steigerung des Arbeitsvermögens soll das bestehende Ausgleichsbecken im Murgtal vergrößert werden. Eine oberirdische Erweiterung oder die Anlage eines zusätzlichen Speicherbeckens scheiden aus. Es wurde deshalb ein unterirdischer Kavernenspeicher geplant, der mit dem Ausgleichsbecken hydraulisch verbunden ist. In einem Haupt- und sechs Nebenstollen können so rund 200 000 m³ Speichervolumen zusätzlich bereitgestellt werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?