Innovative Ansätze zur resilienteren Gestaltung von Hochwasserschutzstrukturen

Aufgrund häufig wiederkehrender und langanhaltender hoher Wasserstände ist die Standsicherheit vieler Hochwasserschutzstrukturen oft kritisch. Innovative Ansätze mit Geotextilien können Deiche im Neubau, bei der Ertüchtigung oder auch kurzfristig vor bzw. während Hochwasserereignissen gezielt stabilisieren.

Deiche sind in DIN 19712 als zentrales Element des Hochwasserschutzes geregelt. Die Norm legt einheitliche Grundlagen für Neubau, Sanierung, Unterhaltung, Überwachung und Verteidigung fest. Geotextilien werden dort im Kontext von Katastrophenschutzmaßnahmen genannt, etwa zur filterstabilen Trennung von Drainund Stützkörpern sowie zur Erhöhung der Standsicherheit. In und insbesondere im DWA-M 507-1 ist die Anwendung von Geotextilien in eigenen Unterkapiteln thematisiert. Seedeiche hingegen sind in und explizit ausgenommen. G 2002 aus [4] geben stattdessen umfassende Hinweise zur Verwendung von Geokunststoffen, etwa zur Bewehrung von Aufstandsflächen. Dort heißt es, geotechnische Anwendungen ohne Geokunststoffe seien „unvorstellbar“.

Autor:innen:
Oliver Detert, Abdullah Zafar



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 09 (Oktober 2025)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: M.Sc. Simon Ebbert

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