Planerische Aspekte der Befüllung von Braunkohlerestseen

Prinzipiell gibt es mehrere Möglichkeiten zum Umgang mit Tagebaulöchern. Sie können mit Abraum wiederaufgefüllt und der Landwirtschaft zugänglich gemacht werden. In den 90er-Jahren wurde in der Lausitz für einige aus DDR-Zeiten übriggebliebene Restlöcher entschieden, sie mit Wasser aus nahegelegenen Flüssen und Sümpfungswasser aktiver Tagebaue zu befüllen, um eine touristisch attraktive Seenlandschaft zu kreieren.

Mit dem vorgezogenen Kohleausstieg wird im rheinischen Braunkohlerevier die Frage des Umgangs mit den Tagebauen immer drängender. Wie bei vielen Großprojekten muss sich auch die Antragsvariante zur Flutung der Braunkohlegruben mit Rheinwasser gegen Kritik behaupten. Die Rehabilitierung einer Landschaft, die 400 m tief ausgebaggert wurde, ist mit den wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Bedarfen an ein Großprojekt konfliktarm zu vereinen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 05 (Mai 2023)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Lina Graf

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