Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?

In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.

In den letzten Jahren haben sich in Europa Dürreperioden gehäuft, was dem Thema Wasserknappheit auch in Deutschland große Aufmerksamkeit verliehen hat, sowohl bei den vielfältigen Akteuren im Wassersektor als auch in der breiten Bevölkerung. Zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen einer akuten Dürrephase kommt ein systemisches Wasserdefizit in vielen Regionen Deutschlands hinzu. Die Wasserwiederverwendung kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, bereits bestehenden bzw. zukünftigen Engpässen und Nutzungskonflikten, um Wasserressourcen entgegenzuwirken. Praktische Nutzungsmöglichkeiten von Wasser ohne Trinkwasserqualität (Brauchwasser) werden dabei immer dringlicher und besonders der steigende Bedarf von urbaner Grünflächenbewässerung rückt hierbei in den Fokus. Für viele Kommunen in Deutschland ist die Wasserwiederverwendung zwar ein neues, aber mittlerweile unumgängliches Thema. Vor allem hinsichtlich der Planung und Implementierung bestehen derzeit noch viele Fragen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft Heft 10 (November 2025)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Susanne Brants

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