Vergleich verschiedener Methoden zur Messung der Oberflächengeschwindigkeit an der Emschermündung (Dinslaken)

Am 23. Juni 2023 verursachte ein Hochwasser in Dinslaken erhebliche Erosionsschäden. Im Rahmen der Wiederherstellung wurden ökologische Optimierungen und strömungslenkende Strukturen umgesetzt, begleitet von modernen Messverfahren zur langfristigen Überwachung der Strömungsbedingungen.

Am 23. Juni 2023 ereignete sich im Mündungsbereich der Emscher in Dinslaken ein Hochwasser mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von ca. 5 Jahren. Die hohen Fließgeschwindigkeiten von bis zu 2 m/s führten zu erheblichen Erosionsschäden an der linksseitigen Böschung des Mündungsgebiets. Im Rahmen der Wiederherstellungsmaßnahmen wurden ökologische Optimierungen sowie strömungslenkende Strukturen, darunter Sohlengleiten und Strömungslenker, implementiert. Zur langfristigen hydrodynamischen Überwachung und zur Erfassung konsistenter, praxisrelevanter Strömungsdaten wurden Oberflächenradarsysteme sowie ein kamerabasiertes Messverfahren installiert. Eine Ultraschallmessanlage dient als Referenzsystem zur Validierung der erfassten Geschwindigkeitswerte. Ziel der Messkampagne ist die Bereitstellung einer belastbaren Datengrundlage für zukünftige Hochwasserereignisse sowie eine fundierte Analyse der Strömungsbedingungen in den Flussabschnitten.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft Heft 07/08 (August 2025)
Seiten: 0
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: M. Sc. Victoria-Sophia Scheuerer
Dr. Alexander Hartung

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