Die schwerwiegenden Folgen von Krieg und Umweltzerstörung für die öffentliche Trinkwasserversorgung der Stadt Pokrovsk in der Ukraine

Im Osten der Ukraine, vor allem in der von Krieg geprägten Region rund um die Stadt Pokrovsk, ist die Situation der öffentlichen Trinkwasserversorgung kritisch. Die bereits langanhaltenden militärischen Auseinandersetzungen verbunden mit industriellen Altlasten und mangelnder Wasserinfrastruktur verschärfen die Lage erheblich. Dieser Beitrag macht auf die Trinkwassersituation in der Region Pokrovsk, die als kennzeichnendes Beispiel für die Wasserproblematik in den ukrainischen Kriegsgebieten dienen soll, aufmerksam.

Die Stadt Pokrovsk liegt im Verwaltungsgebiet Donezk der Donbass- Region, die historisch von Kohlebergbau und Schwerindustrie geprägt ist. Die Versorgung der Bevölkerung in Donezk-Gebiet mit Trinkwasser war für die Ukraine schon immer eine Herausforderung. Der Grund hierfür ist, dass die Region dicht besiedelt ist, es aber keine großen, wasserreichen Flüsse gibt. Gleichzeitig benötigt die ansässige Industrie große Mengen an Wasser. Hinzu kommt, dass der jahrzehntelange Kohlebergbau und die Grundwasserhaltung den Grundwasserspiegel stark abgesenkt haben. An vielen Stellen gibt es heute überhaupt kein nutzbares Wasser mehr im Untergrund.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 10 (November 2025)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr. Yevgen Zbykovskyy
Prof. Dr. Iryna Shvets
Dr. Ihor Shvets
Dr. Viacheslav Kaulin
Dr. rer. nat. Thorben Nietner

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