Instandsetzung Hochbehälter Hewingsen II in Soest – Sanierungsarbeiten mit ganz normalen Hindernissen?

Kammer 2 des Wasserspeicherquartetts in Möhnesee Hewingsen wurde komplett gemäß dem Stand der Technik saniert und erhielt zudem noch eine neue Farbgebung. Der Weg dorthin erforderte allerdings eine besondere Materiallogistik, Arbeiten in großer Höhe und eine konstruktive Zusammenarbeit von Auftraggeber und Auftragnehmer.

Um täglich eine Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser sicherzustellen, müssen Betreiber von Trinkwasseranlagen ihre Anlagen und Leitungsnetze regelmäßig warten und instandsetzen. So auch die Stadtwerke Soest GmbH: Sie beliefert die Einwohner der nordrhein-westfälischen Kreisstadt und Teile der angrenzenden Gemeinde Bad Sassendorf mit Trinkwasser. Insgesamt beziehen etwa 50.000 Menschen in der Region ihr Trinkwasser aus den vier Hochbehältern in Möhnesee Hewingsen. Der älteste und kleinste umfasst 1.500 m3 und wurde 1910 erbaut, in den 1960er-Jahren entstanden zwei weitere 3.000-m3-Wasserspeicher und im Jahr1952 wurde der größte der vier Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 4.500 m3 errichtet. Nach rund 60 Jahren Nutzungsdauer war es nun an der Zeit, den letztgenannten Behälter grundlegend zu sanieren und technisch auf den neuesten Stand zu bringen, zumal die anderen Kammern bereits seit einiger Zeit saniert sind.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2017 (April 2017)
Seiten: 4
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Matthias Klein
Dipl.-Ing. Judith Hein

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