Talsperre Pirk - Erneuerung der Ringkolbenventile in beiden Grundablassleitungen - Planung und bautechnische Umsetzung

Die Talsperre Pirk befindet sich im Vogtland nordöstlich der Stadt Oelsnitz im Freistaat Sachsen. Die im Jahre 1935 bis 1939 erbaute Talsperre staut die Weiße Elster auf. Heute dient sie vor allem der Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz, der Energieerzeugung und kann außerdem zur Naherholung sowie Fischerei genutzt werden. Bemessen auf das große Einzugsgebiet von 375 km² und den bewirtschaftbaren Stauraum von 8,351 Mio. m³ existiert ein sehr geringer Ausbaugrad.

Die Talsperre Pirk im Südwesten des Freistaates Sachen hat große Bedeutung für die Bewirtschaftung der Weißen Elster als Gewässer I. Ordnung. Die vorhandenen beiden Grundablässe mit Ringkolbenventilen als Regelarmaturen stammen noch aus der Bauzeit. Trotz zurückliegender umfangreicher Instandsetzungsarbeiten bestanden an den Armaturen altersbedingte Verschleißerscheinungen. Durch den geringen Ausbaugrad der Talsperre sowie zur Sicherstellung der Niedrigwasseraufhöhung kommt diesen eine hohe Bedeutung im regulären Talsperrenbetrieb zu. Die Funktionsfähigkeit der Armaturen muss sowohl im unteren als auch im oberen Regelbereich verlässlich und jederzeit gesichert sein. Diese anspruchsvolle Aufgabe war bedingt durch die Größe der vorhandenen Armaturen mit einer Nennweite von DN 2 000 bisher nur unter hohen Aufwendungen möglich. Durch einen Neubau sollte die Funktionsfähigkeit der Grundablassanlage uneingeschränkt wiederhergestellt sowie der Regelbereich erweitert werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 06 (Juni 2023)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Anja Fischer
Dipl.-Ing. Matthias Krug
Dipl.-Ing. Heribert Herold
Dipl.-Ing. Jörg Werner

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