Prüfverfahren für dezentrale Niederschlagsbehandlungsanlagen

Der Wirkungsgrad dezentraler Niederschlagsbehandlungsanlagen zur Einleitung in Oberflächengewässer kann gemäß DWA-A 102/BWK-A 3 mittels einer von der zuständigen Wasserbehörde zugelassenen Prüfstelle festgestellt werden. Ein Prüfverfahren zur Ermittlung des Wirkungsgrades fehlt jedoch bislang. Hierfür wurde ein Vorschlag erarbeitet, der vorgestellt wird.

Schadstoffeinträge durch Niederschlagsabflüsse werden im Vergleich zu anderen Quellen, wie z. B. durch kommunale Kläranlagen, bundesweit zunehmend als relevanter Immissionspfad für Oberflächengewässer eingestuft. Viele dieser Schadstoffeinträge (z. B. Schwermetalle und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) werden  berwiegend an Partikel insbesondere an den Feinanteilen mit geringen Korngrößen assoziiert transportiert, . Aus diesem Grund wurde der Parameter AFS63 „Abfiltrierbare Stoffe mit einer Korngröße von > 0,45 μm bis ≤ 63 μm“ als potenzieller Träger von Schadstoffen als wichtiger neuer Bewertungsparameter im Bereich der Niederschlagswasserbehandlung eingeführt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 05 (Mai 2023)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Martina Dierschke
Marcel Goerke
Prof. Dr.-Ing. Christian Hähnlein

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