Zur Chlordioxidbildung bei der elektrochemischen Trinkwasserdesinfektion

Chlordioxid ist ein wichtiges Desinfektionsmittel, das auch als Nebenprodukt bei der Trinkwasserelektrolyse entsteht.

Der Beitrag stellt Ergebnisse von Laboruntersuchungen vor, die an Mischoxidelektroden in kontinuierlichen und diskontinuierlichen Elektrolysezellen mit Modellwässern und realen Wässern durchgeführt wurden. Variierte Parameter waren u.a. die Wasserzusammensetzung, die Stromdichte und die Elektrodenstruktur. Die Messungen wurden durch UV-spektroskopische Untersuchungen begleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass erhebliche Chlordioxidmengen entstehen können. Hohe Stromdichten und Chloridkonzentrationen begünstigen die Bildung.Mehrere Mechanismen sind offenbar möglich. Die Hydrodynamik kann den Prozess maßgeblich beeinflussen. Eine tiefere Diskussion der Trinkwasserelektrolyseproblematik sowie weitere Untersuchungen sind notwendig.
Schlagworte: Wasserversorgung, Trinkwasserdesinfektion, Chlordioxid, Elektrochemie, Desinfektionsnebenprodukte



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF 02 / 2005 (Februar 2005)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 8,00
Autor: Professor Dr. Henry Bergmann

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Elektrokinetische in-situ Sanierung in der ungesättigten Zone
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (9/2004)
Die elektrokinetische Sanierung in der ungesättigten Bodenzone wurde am Standort eines Metallveredelungsbetriebes in Oberbayern untersucht. 

Wie sind molekularbiologische Methoden sinnvoll in die Trinkwasseranalytik zu integrieren?
© Vulkan-Verlag GmbH (6/2005)
Seit mehreren Jahren werden molekularbiologische Verfahren für die Untersuchung von Wasser unterschiedlicher Herkunft und Beschaffenheit eingesetzt. Sie haben gegenüber den konventionellen, überwiegend auf der Anzucht und Vermehrung der Mikroorganismen beruhenden Methoden einige entscheidende Vorteile, insbesondere können sie Keime nachweisen, die im Labor nur langsam oder gar nicht wachsen.

Vor- und Nachteile von aufbereitetem Baggergut als Oberflächendichtmaterial
© Wasteconsult International (7/2004)
Bei der Gewässerunterhaltung des Hamburger Hafens fallen seit mehreren Jahrzehnten über 2 Mio. m3 Sedimente pro Jahr an, die zu einem erheblichen Anteil feinkörnig und belastet sind.

Neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Abdichtungen im Bohr- und Brunnenbau
© Vulkan-Verlag GmbH (12/2003)
An zahlreichen Brunnen und Grundwassermessstellen wurde durch verbesserte Untersuchungsmethoden nachgewiesen, dass die hydraulische Funktion der Ringraumabdichtungen trotz Berücksichtigung der Materialspezifikationen der Hersteller nicht gewährleistet ist. 

Efficiency of Grouting Materials being used as Water well and Borehole Sealing Agents 
© Vulkan-Verlag GmbH (12/2003)
Bentonite is an essential component of the grouting materials used for sealing the annular space of water and monitoring wells. 

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?