Reduzierung diffuser Nährstoffeinträge von landwirtschaftlichen Flächen in der Flussgebietseinheit Weser

Im Modellverbund "AGRUM" erfolgt eine Analyse der Nährstoffeinträge sowie eine flächendifferenzierte Analyse von effizienten Reduzierungsmaßnahmen. Naturwissenschaft-liche und sozioökonomische Einflussfaktoren werden berücksichtigt.

Ziel des Modellvorhabens ist es, mit Hilfe eines Modellverbunds eine integrative flächendifferenzierte Analyse des Ist-Zustands der Nährstoffbelastungen in den Gewässern der Flussgebietseinheit Weser durchzuführen sowie die Auswirkungen von Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen, nach Eintragspfaden differenziert, zu analysieren. Dafür wird das Landwirtschaftsmodell RAUMIS mit dem Wasserhaushalts- und -transportmodell GROWA/WEKU und dem Nährstoffbilanzmodell MONERIS gekoppelt. Schnittstellen werden entwickelt. Die Wirkungsanalyse von Maßnahmenszenarien soll unter der Berücksichtigung aller wesentlichen naturwissen-schaftlichen und sozioökonomischen Einflussfaktoren durchgeführt werden, um eine Unterstützung bei der Auswahl kosteneffizienter Maßnahmen zu erhalten. Die Wirkung von Maßnahmen wird als Reduzierung des Nährstoffüberschusses und Änderung der Nährstoffkonzentrationen in den Gewässern gegenüber der Ausgangssituation beschrieben und bewertet. Die Ausgangssituation bildet die Nährstoffbelastung des Jahres 2003 (Ist-Zustand). Der Vorteil des Modellverbunds besteht in der Entwicklung einer flussge-bietsweiten einheitlichen Methodik sowie eines konsistenten Bewertungsansatzes, der den Interessen von Wasserwirtschaft und Landwirtschaft gleichermaßen Rechnung trägt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (03/2008) (Februar 2008)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Ute Kuhn
Simon Christian Henneberg
Dr. Horst Gömann
Peter Kreins
Dr. Kirsten Seidel

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Moderne Analysetechniken zur Detektion von Spurenstoffen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Einbindung eines „Non-Target“-Screenings mittels LC-HRMS in die Routineuntersuchung von Wasserproben auf Spurenstoffe bei der GELSENWASSER AG.

Aktuelle Befunde der Metaboliten von Tolylfluanid und Chloridazon in den zur Trinkwasserversorgung genutzten Grundwasservorkommen Baden-Württembergs
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (10/2010)
Im Herbst 2006 wurden in Baden-Württemberg erste Befunde von bislang nicht bekannten bzw. nicht nachweisbaren Pfl anzenschutzmittel-Abbauprodukten (Metaboliten) im Grund- und Trinkwasser bekannt und rasch in der Fachöff entlichkeit und Presse intensiv diskutiert [1, 2, 3]. Dabei handelte es sich zum einen um N,N-Dimethylsulfamid (DMS) (CAS 3984-14-3), ein bis dahin unbekanntes Abbauprodukt des Fungizids Tolylfluanid (CAS 731-27-1), das in der Landwirtschaft vor allem im Obst-, Wein- und Hopfenanbau eingesetzt wurde, sowie um die Metaboliten Desphenylchloridazon (CAS 6339-19-1) und Methyldesphenylchloridazon (CAS 17254-80-7) des Herbizids Chloridazon (CAS 1698-60-8), das vor allem im Rübenanbau eingesetzt wird.

Biofilms on aged Materials in Household Installation Systems
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (8/2010)
The causes of contamination originate in the water itself and on materials in contact with water. Drinking water is not sterile and does not have to be. Water treatment plants’ strategy consists in removing the nutrients that bacteria feed on to produce “biostable” drinking water. This allows in many cases chlorination to be avoided. But it is known that even biologically stable drinking water with very low nutrient content still contains micro-organisms. These micro-organisms can multiply themselves if they encounter nutrients.

Entwicklung und Zukunft der Wasserchemie
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (9/2009)
Wasser war von Anfang an schon wegen seiner Eigenschaft als universelles Lösemittel in der Chemie wichtig. Es dauerte aber bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, bis die Chemie des Wassers systematisch untersucht wurde und die angewandten Aspekte der Wasserchemie in Form einer Fachgruppe ihren Einzug in die Organisationsstrukturen der deutschen Chemiker (jetzt GDCh) fanden. Die Fachgruppe Wasserchemie war schon bei der Gründung interdisziplinär aufgestellt und vereinigte Chemiker, Biologen, Hygieniker, Ingenieure und Verfahrenstechniker.

AquaLegionCon: Legionellen-Bekämpfung mit „grüner“ Technologie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2009)
Wasser ist Leben – und war doch auch manches Mal tödlich für Menschen. So etwa für jene 29 amerikanischen Soldaten, die im Juli 1976 bei ihrem 58. Kongress im Bellevue Standfort Hotel in Philadelphia an der von Legionellen verursachten und nach diesem Vorfall benannten Legionärskrankheit verstarben. Trotz sofortiger Forschungsaktivitäten gelang es erst im Januar 1977, das Bakterium aus dem Lungengewebe eines der verstorbenen Veteranen zu isolieren. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Gefahr aus dem Wasser einen Namen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?