Die Subventionierung von Wasserpreisen ist in Südafrika insbesondere im Landwirtschaftssektor weit verbreitet. Mit einer sozial gerechten Verteilung der Wasserressourcen und der damit einhergehenden Förderung einer wirtschaftlichen Entwicklung der ländlichen Gebiete sollen die Ziele des seit 1994 geltenden Wasserrechts erreicht werden. Der Artikel beleuchtet die Auswirkungen von Subventionen im Agrarsektor auf gesamtwirtschaftliche Aspekte und diskutiert den vermeintlichen Widerspruch zwischen ökonomischer Effizienz sowie sozialer Gerechtigkeit in der Wasserverteilung.
Im vorhergehenden Beitrag der Autoren wurden die Erkenntnisse aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsvorhaben im Mittleren Olifants, Südafrika, und insbesondere die Rolle von ökonomischen Aspekten als Kernelement von Integriertem Wasserressourcenmanagement (IWRM) vorgestellt. Die Optimierung der Allokation von Wasserressourcen im IWRM hat das Ziel, eine Produktivitäts- bzw. Effizienzsteigerung des eingesetzten Wassers zu erreichen. Ökonomische Aspekte helfen dabei, die Produktivität bzw. die Effizienz in der Wassernutzung der verschiedenen Wasserverbraucher zu identifizieren und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie der volkswirtschaftliche Gesamtnutzen maximiert werden kann. Dabei muss im IWRM eine Abwägung zwischen sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit und ökonomischer Effizienz bei der Verteilung der Wasserressourcen erfolgen. Im vorliegenden Beitrag wird auf die Auswirkungen eingegangen, die sich aus der Subventionierung von Wasserpreisen am Beispiel des Landwirtschaftssektors in Südafrika ergeben.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 11/2014 (November 2014) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Markus Bombeck Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. pol. Dr. h. c. Karl-Ulrich Rudolph | |
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