Klimaneutralität erreichen und Industriestandort bleiben – Eine Kreislaufwirtschaftsstrategie für Deutschland

Dieser Beitrag stellt die Sicht der Kreislauf- und Entsorgungsbranche dar: In Zukunft Klimaneutralität zu erreichen und dabei Industriestandort zu bleiben bedarf einer klugen Transformation unserer Wirtschaft. Um dies zu ermöglichen, braucht Deutschland eine praxisnahe und ambitionierte nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie. Zentral sind dabei die Verzahnung von Kreislaufwirtschaftspolitik und Rohstoffstrategie, die Einbettung der nationalen in die europäischen Aktivitäten, ein Eingehen auf stoffstromspezifische Herausforderungen insbesondere in den Bereichen Metalle, Mineralik und Kunststoffe sowie die Schaffung unverzichtbarer Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft.

Da eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie maßgebliche Bedeutung für die Unternehmen der Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft hat, sind in den letzten Monaten des Jahres 2022 Forderungen für eine Kreislaufwirtschaftsstrategie in den Fachbereichen und Arbeitskreisen des BDE, in seinen Regionalveranstaltungen und auf einer Konferenz mit externen Stakeholdern entworfen und diskutiert worden. Die Transformation von einer weitgehend linearen Wirtschaft hin zur Zirkularität braucht dabei neben ambitionierter Zielsetzung insbesondere einer Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort. Sie braucht sowohl ein klares Bekenntnis zur Klimaneutralität als auch den nachdrücklichen Wunsch, einen wettbewerbsfähigen Industriestandort zu erhalten.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 34. Abfall- und Ressourcenforum 2023 (April 2023)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Peter Kurth

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