Akteursbeteiligung bei der Anpassung des Entwässerungsmanagements im norddeutschen Küstenraum

Im Rahmen des Aktionsplans zur „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS) werden vom Bundesumweltministerium Vorhaben mit Pilotcharakter gefördert, die Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erarbeiten. Das Verbundprojekt „KLEVER – Klimaoptimiertes Entwässerungs-management im Verbandsgebiet Emden“ zielte darauf ab, im Rahmen eines regionalen Akteursforums geeignete Maßnahmenoptionen zur Anpassung des Entwässerungsmanagements an die hydrologischen Veränderungen im Küstenraum zu identifizieren.

Die Entwässerung der eingedeichten Niederungsgebiete entlang der Nordseeküste bildet die zentrale Voraussetzung für deren Nutzung als Siedlungs- und Wirtschaftraum. Nur mit Hilfe der historisch gewachsenen Entwässerungssysteme können überschüssige Niederschlagsmengen abgeführt und Hochwassersituationen im Deichhinterland weitgehend vermieden werden. Die heutigen Entwässerungssysteme im nordwestdeutschen Küstenraum basieren hauptsächlich auf der Daten- und Erkenntnisgrundlage der 1950/60er Jahre, in denen die meisten wasserwirtschaftlichen Rahmenpläne erstellt wurden. Es ist daher dringend geboten, über strategische Anpassungserfordernisse der Entwässerungssysteme nachzudenken, um den sich verändernden Randbedingungen begegnen zu können – insbesondere den Folgen des Klimawandels [1, 2].
Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des KLEVER-Projekts, im Rahmen eines sektorübergreifenden Beteiligungsprozesses integrative Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Anpassung des Entwässerungsmanagements im Verbandsgebiet des Ersten Entwässerungsverbandes Emden (I. EVE) zu erarbeiten.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 07/08 - 2018 (Juli 2018)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Frank Ahlhorn
Prof. Dr. Helge Bormann
M.Sc. Jenny Kebschull
Dr. Peter Schaal

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