Mit großen Hürden: Aufwändiges Handling von Li-Ionen-Batterien

Lithium-Ionen-Batterien sind in der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik weit verbreitet und finden auch in der Elektromobilität zunehmend Verwendung. Entsprechend ist der Bedarf am Rohstoff Lithium, der jedoch nur begrenzt zur Verfügung steht.

Foto: Genius Technologie(26.03.2018) Besonders für die Staaten der EU ist ein Recyclingprozess für Lithium (Li) dringend erforderlich. Doch bei der Aufbereitung gebrauchter Li-Ionen-Batterien müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Derzeit wird Lithium kaum recycelt, da der Primärrohstoff am Markt noch günstig zu bekommen ist. Außerdem ist ein Recyclingprozess nicht einfach durchzuführen. Zwar wünscht die EU-Kommission, den Rohstoffkreislauf zu schließen und zurückgewonnene Komponenten wiederzuverwerten, wegen der stark steigenden Produktion von Li-Ionen-Batterien ist dieses Ziel aber vorerst nicht zu erreichen.
Für ein Recycling sind auch noch andere Stoffe interessant, die in Li-Ionen-Batterien ebenfalls enthalten sind. Nickel und Nickelverbindungen, Kobalt, Mangan, Aluminium, Kupfer und Stahl machen knapp 50 Prozent einer Li-Ionen-Batterie aus und können zu 100 Prozent recycelt werden. Etwa 20 bis 30 Prozent der Batterie bestehen aus dem Flüssigkeitselektrolyt und Kunststoffen, die bei der thermischen Behandlung im Recyclingprozess praktisch verbrannt werden. Der Rest besteht hauptsächlich aus Graphit, der so genannten Schwarzmasse, die derzeit jedoch nur dann verwertet wird, wenn darin Kobalt als teurer Wertstoff enthalten ist...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Genius Technologie GmbH (Metzingen)
Autorenhinweis: Michael Knobloch (Direktor der Genius Technologie GmbH)
Foto: Genius Technologie



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 1 - März 2018 (März 2018)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Martin Boeckh
Dr. Martin Mühleisen

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