Vorschau auf die Achema 2018

Am 11. Juni 2018 werden rund 3.800 Aussteller und 167.000 Teilnehmer aus über 100 Ländern in Frankfurt für fünf Tage auf der internationalen Leitmesse für Prozessindustrie erwartet. Die Kernbranchen blicken optimistisch in die Zukunft.

Apps in allen unterschiedlichen Anwendungsfällen werden auf der Achema 2018 angeboten. Inzwischen sind auch digitale Labortische auf dem Markt.
(08.05.2018) Die Organisatoren der Achema sind zuversichtlich – sie hoffen, dass die Zahlen der Vorjahre leicht überboten werden, und dass die Branchen der Prozessindustrie von positiven Erwartungen für die Zukunft profitieren.
Bei einem Fachpressetag Mitte März wurde deutlich, dass der große Trend Digitalisierung alle Branchen und Ausstellungsgruppen am intensivsten beschäftigt, gleich ob im Labor, im Anlagenbau oder im Packaging und der Logistik. Die Aussteller haben viele Innovationen im Gepäck, die auf digitalen Methoden beruhen, z.B. Pumpen, die sich dank digitaler Schnittstellen per ‚Plug & play’ in die Anlage einfügen und ihren Zustand selbständig beobachten. Kontroll- und Operationszentren werden heute so aufgebaut, dass sich die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neu definieren. Besonders die beiden Fokusthemen ‚Flexible Production’ und ‚Chemicals and Pharma Logistics’ profitieren von diesem Trend, denn modulare Anlagen oder integrierte ‚Supply Chains’ sind ohne Datenintegration nicht denkbar.
Industrie 4.0 und Lösungen rund um die digitale Transformation stehen bei den Herstellern von Pumpen, Vakuumtechnik und Kompressoren vielfach im Mittelpunkt. Die praktische Umsetzung von Industrie 4.0 bedeutet, dass eine Anlage nicht mehr allein vom zentralen Prozessleitsystem gesteuert wird. Die Intelligenz wandert ins Feld, wo smarte Feldgeräte spezifische Funktionalitäten ausführen, optional auch anderes technisches Equipment steuern und überwachen.
Viele Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten bereits ausgereifte App-Lösungen zur Pumpenüberwachung, zur Medienüberwachung oder zur Vernetzung beispielsweise von Drucklufterzeugern und -verbrauchern an.
Doch auch ganz „konventionelle“ Themen wie Komponenten, die die Prozesseffizienz erhöhen, oder der Einsatz neuer Materialien stehen auf der Agenda der Firmen, die Produkte oder Technologien für die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie anbieten. Und das Kernthema ‚Biotech for Chemistry’ beschäftigt nicht nur die Hersteller von Biopharmazeutika, sondern auch die „klassischen“ Chemieunternehmen. Sie kombinieren immer öfter chemische und biotechnologische Schritte, um vor allem Feinchemikalien herzustellen.
Die Achema ist das Weltforum für chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie. Alle drei Jahre präsentieren bei der globalen Leitmesse der Prozessindustrie fast 4.000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern rund 170.000 Teilnehmern aus aller Welt neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Das Spektrum umfasst von Laborausrüstung, Pumpen und Analytikgeräten über Verpackungsmaschinen, Kessel und Rührer bis zu Sicherheitstechnik, Werkstoffen und Software alles, was in der chemischen Industrie, der Pharma- und Lebensmittelherstellung benötigt wird.
 
www.achema.de
Unternehmen: Messe Frankfurt GmbH; DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt/Main
Autorenhinweis: Dr. Kathrin Rübberdt, DECHEMA e.V.
Foto: Dechema



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Newsletter 3/2018 (Mai 2018)
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