Lukrativer Kreislauf: Externes System senkt die Kosten bei Biogas

Eine patentierte Mischtechnik arbeitet ohne mechanische Teile im Fermenter. Statt im Behälter zu rühren, saugt eine Pumpe Gärsubstrat aus dem unteren Bereich des Behälters ab und mischt es in einer so genannten Venturikammer mit Biogas, das aus dem Bereich unter der Decke angesaugt wird. Unter hohem Druck wird das Gas-Schlamm-Gemisch durch einen Diffusor zurück in den Gärbehälter gepumpt. Der Vorteil: erleichterte Wartung und höhere Methan-Ausbeute.

Foto: Landia GmbH (27.10.2015) Die Zusammensetzung des Substrats im Fermenter beziehungsweise Nachgärer von landwirtschaftlichen, industriellen oder kommunalen Biogasanlagen kann sehr unterschiedlich sein: Gülle, Schlamm aus Kläranlagen, Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie und organischer Hausmüll können ebenso zur Energiegewinnung genutzt werden wie jeder andere Schlamm oder Abfall aus organisch abbaubarem Material.
Aber viele Biogasanlagen lassen sich wegen der mechanischen Teile im Inneren des Behälters schlecht warten. Beim Öffnen der Folie entweicht das bereits gewonnene Gas und bei Reparaturen fällt die Anlage oft ein bis zwei Tage aus, was für den Betreiber mit einem entsprechenden Verlust einhergeht.
Außerdem erzeugen herkömmliche Rührwerke nur eine kreisförmige Strömung am Boden, während sich an der Oberfläche eine Schwimmdecke bildet, die verhindert, dass das Gas aufsteigt, was ebenfalls Einbußen bedeutet. Das zum Patent angemeldete ‚GasMix’-System der Landia GmbH wird hingegen extern installiert und ist somit leicht wartbar. Es besteht aus einem Diffusor für die Gaseinperlung und ein bis zwei Mischdüsen zur Durchmischung des Substrats und bewirkt in der Vertikalen eine zusätzliche Bewegung durch das aufsteigende Gas. Dank dieses dreidimensionalen Effekts ist die Ausbeute bei geringeren Einschaltzeiten deutlich besser...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Landia GmbH
Autorenhinweis: Cord Cassens, Vertriebsleiter Landia GmbH
Foto: Landia GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 11 - November 2015 (Oktober 2015)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Cord Cassens

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