Viel zu wertvoll für Ex und Hopp: Das Recycling von Kaffee-Einwegkapseln ist eine Herausforderung

Sie sind rund und bunt, etwa 4 cm groß, werden von Weltstars umworben, stehen manchmal unter großem Druck und machen beinahe süchtig. Mittlerweile sind die Kaffee-Einwegkapseln für Kaffeeportionsautomaten in vielen Haushalten und Büros etabliert. Selbst nach vielen Jahren nimmt die Zahl der Anwender tendenziell immer noch zu – und damit auch der Müllberg, den die ausgedienten Kapseln verursachen.

Foto: M. Boeckh(28.04.2014) Die Erfolgsgeschichte der Kaffee-Einwegkapseln ist nicht zu übersehen. Kürzlich ist sogar ein großer deutscher Lebensmittel-Discounter auf den Zug der kleinen bunten Kaffeedöschen aufgesprungen. Allerdings ist Kaffee nicht gleich Kaffee und schon gar nicht Kapsel gleich Kapsel. Die Farben der Döschen signalisieren in vielen Fällen die unterschiedlichen Mischungen, von Ristretto über Espresso zu Kaffee Crema bis hin zu Decaffeinato. Die Kapsel an sich besteht bei vielen Herstellern aus Kunststoff, jedoch in einem Fall komplett aus Aluminium. Hierbei handelt es sich um die Portionsverpackung von Nespresso. Bereits Anfang der 70er Jahre wurde auf der Suche nach der perfekten Tasse Kaffee das Kapselsystem vom Schweizer Konzern Nestlé als Patent angemeldet und wird nun seit mehr als 25 Jahren mit immer noch steigenden Zuwachszahlen weltweit unter dem Namen Nespresso vertrieben...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Entsorgungstechnik Bavaria GmbH (Unterschleißheim), Nespresso Deutschland GmbH
Autorenhinweis: Arndt Raschel, Entsorgungstechnik Bavaria GmbH
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: April/Mai 2014 (April 2014)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Arndt Raschel

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