Vor der Kompostierung die Vergärung: Biomethan – Eine Erfolgsgeschichte für den Kreis Coesfeld

Der Kreis Coesfeld hat der Kompostierung der Bioabfälle eine energetische Verwertung zur Produktion von Biogas vorgeschaltet. Dadurch wurde der Verbrauch von fossilem Erdgas und somit auch die Emission von rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Darüber hinaus konnten auch die Abfallgebühren gesenkt werden.

Foto: Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH(23.05.2016) Jährlich werden im Kreis Coesfeld (NRW) etwa 45.000 Tonnen organische Reststoffe (Biotonne: 37.000 Tonnen / Grüngut: 8.000 Tonnen) eingesammelt. Um Gewinne aus der Verwertung des organischen Materials generieren zu können, entschloss sich die Kreisverwaltung, der Kompostierung eine Bioabfallvergärung vorzuschalten. Die modellhafte Kalkulation des Gesamtprojektes zeichnete einen Gewinn aus der Erzeugung von Biogas aus, der eine Senkung der Abfallgebühren für die Bürger versprach.
Die zur Remondis-Gruppe gehörende Firma Reterra mit Sitz in Erftstadt (NRW), die bereits vorher das Kompostwerk im Auftrag des Kreises betrieben hatte, erhielt für die Modernisierung des Werks und den Bau der Biogasanlage abermals den Zuschlag, während die Gasaufbereitungsanlage vom Kreis Coesfeld selbst gestemmt wurde. Die alte Kompostierungsanlage aus dem Jahr 1992 entsprach ohnehin nicht mehr dem Stand der Technik, zumal die neue Tunnelkompostierung mit Spigotböden und Druckbelüftung weitaus effektiver zu betreiben war...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Reterra (Erftstadt); Schwelm Anlagentechnik GmbH (Schwelm); GFC Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH; bmp Greengas GmbH (München); Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH (Aachen)
Autorenhinweis: Marc Wilhelm Lennartz, Polch-Ruitsch
Foto: Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 05 - Mai 2016 (Mai 2016)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Marc Lennartz

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