Innovative Veredelung: Elimination von PFT-Verbindungen aus Wasser

Der weltweite Nachweis perfluorierter Tenside (PFT) in Mensch und Umwelt hat Sensibilität für diese Chemikaliengruppe erzeugt. Schon seit Jahren wird an der Entwicklung geeigneter und bezahlbarer Wasserreinigungsverfahren gearbeitet. Da das bislang einzig brauchbare Aktivkohleverfahren bei zunehmend niederkettigen PFT-Verbindungen an seine Grenzen stößt, wurde jetzt in einem F&E-Projekt ein kostengünstiges Adsorbens für eine einfache Anlagentechnik entwickelt.

Foto: Cornelsen(06.08.12) Nach einem spektakulären Kontaminationsfall im Sauerland mit PFT hat die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH Ende 2006 dort eine mehrstufige Wasserreinigungsanlage installiert, die mangels belastbarer Erkenntnisse allein über die Stoffcharakteristik der gefundenen PFT konzipiert wurde. Das Verfahren ist interessant für die Aufbereitung von Grundund Trinkwasser, besonders aber auch für die Behandlung PFT-belasteter flüssiger Sonderabfälle aus Industrie und Gewerbe, bei denen herkömmliche CP-Anlagen (Chemisch-Physikalische Behandlung) überfordert sind.
Die Substanzklasse der perfluorierten Chemikalien (PFC) umfasst eine umfangreiche Gruppe chemisch sehr ähnlicher Verbindungen, die über mehrere Jahrzehnte in großen Mengen hergestellt wurden. Bei den PFT handelt es sich um fluorierte organische Verbindungen, an deren Kohlenstoffgerüst die Wasserstoffatome vollständig durch Fluoratome ersetzt sind, weshalb sie als eine der stärksten organischen Verbindungen und als nicht abbaubar gelten. PFT werden aufgrund ihrer einmaligen technologischen Eigenschaften (chemische Resistenz, Antihaft, Thermostabilität, tensidisches Verhalten usw.) in unterschiedlichen industriellen Prozessen als notwendiges Prozesshilfsmittel eingesetzt. Perfluoroctansäure (PFOA) wird vor allem als Emulgator bei der Herstellung von Fluorpolymeren wie PTFE (Teflon) verwendet...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Cornelsen Umwelttechnologie GmbH GmbH; Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Autorenhinweis: Hans Joachim Schmitz, Pressebüro HJS, Stromberg
Foto: Cornelsen



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juli/August 2012 (August 2012)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Hans Joachim Schmitz

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Staubfrei für mehr Sicherheit: Absauganlage sorgt für saubere Luft und sortenreine Produkte
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2018)
Die bei vielen Produktionsvorgängen entstehenden Stäube stellen einerseits für die Gesundheit der Mitarbeiter eine Gefahr dar, zum anderen sind sie auch für die Betriebssicherheit problematisch. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass für den Prozess wichtige Komponenten verschmutzen, was unter Umständen die Produktion beeinträchtigen kann. Die Suet Saat- und Erntetechnik GmbH hat Absaugeinrichtungen der Kaweha Anlagentechnik GmbH in Betrieb, die die Partikel direkt an der Quelle der Entstehung absaugen und filtern.

Emissionsleistung garantiert: DCL-Katalysatoren nutzen der Umwelt
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2017)
Im Rahmen von steigenden Energiekosten und gesetzlichen Vorgaben zur CO2-Einsparung sind ein bewusster Umgang mit Energie und weitere Effizienzsteigerungen bei technischen Anlagen und Systemen unumgänglich. BHKW-Systeme von Bosch KWK Systeme helfen, bestehende Energiequellen nachhaltig zu nutzen. Für ein hohes Maß an Umweltverträglichkeit sorgen DCL-Katalysatoren.

Ganz nah am Markt: Vorschau auf die ‚Recycling-Technik’ 2017 in Dortmund
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2017)
Die diesjährige vierte ,Recycling-Technik‘ in Dortmund zeigt eine große inhaltliche Vielfalt. Die Fachmesse, die zusammen mit der Messe ‚Schüttgut’ vom 10. bis 11. Mai 2017 in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindet, bietet zahlreiche Möglichkeiten des Informations- und Erfahrungsaustausches mit Experten.

Ausbau abgeschlossen: Investitionen führen zu höheren Wertstoffquoten
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2017)
Die Sortieranlage für Leichtverpackungen im Recyclingzentrum Untitz (Thüringen) ging nach knapp vierwöchiger Umbauzeit Ende März dieses Jahres wieder in Betrieb.

Vor der Kompostierung die Vergärung: Biomethan – Eine Erfolgsgeschichte für den Kreis Coesfeld
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2016)
Der Kreis Coesfeld hat der Kompostierung der Bioabfälle eine energetische Verwertung zur Produktion von Biogas vorgeschaltet. Dadurch wurde der Verbrauch von fossilem Erdgas und somit auch die Emission von rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Darüber hinaus konnten auch die Abfallgebühren gesenkt werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?