Effizient entwässern: Kraftwerke setzen auf einlagiges Filterbandgewebe

Bei der Verfeuerung der weltweit wichtigsten fossilen Energieträger Kohle und Erdöl muss das entstehende Rauchgas umweltgerecht in Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) gereinigt werden, wobei jährlich rund 7 Millionen Tonnen REA-Gips entstehen. Bei der REA-Gips-Entwässerung auf Vakuumbandfilteranlagen vertrauen die größten Kohlekraftwerke der Welt auf einen neuen Filterbandtyp aus reinen Polyester-Monofilen.

Foto: FLSmidth(11.06.2012) Im Jahr 2007 wurden weltweit 5,5 Gigatonnen Hartkohle (Hartbraunkohle, Steinkohle, Anthrazit) sowie 0,98 Gigatonnen Weichbraunkohle gefördert. Parallel zu den weiterhin steigenden Fördervolumina boomen Kraftwerksneubauten, -erweiterungen und -erneuerungen. Erklärtes Ziel all dieser Neu- und Umbaumaßnahmen ist es, die Effizienz der Verstromung zu steigern und Emissionen durch verbesserte Techniken zur Entstaubung, Entstickung und Entschwefelung der Rauchgase weiter zu senken. Eines dieser Kraftwerke der Zukunft entsteht zurzeit in Neurath in Form von zwei neuen Braunkohlekraftwerksblöcken mit optimierter Anlagentechnik (BoA).
Jeder dieser Kraftwerksblöcke hat eine Bruttoleistung von 1100 Megawatt und einen Wirkungsgrad von mehr als 43 Prozent, was im Vergleich zu den bisherigen Blöcken eine Steigerung um rund 31 Prozent bedeutet. In der Rauchgasentschwefelungsanlage wird das Schwefeldioxid zu über 90 Prozent abgeschieden und in Gipsschlamm verwandelt. Die anschließend eingedickte, 60 – 65 °C warme Gipssuspension wird auf Vakuumbandfiltern in einem kontinuierlichen Prozess entwässert. Dieses Verfahren stellt hohe Anforderungen an die mechanische, thermische und chemische Belastbarkeit des eingesetzten Filterbandes...

Unternehmen, Behörden + Verbände: GKD- Gebr. Kufferath AG (Düren); FLSmidth (Valby, Dänemark); Thyssen Krupp Fördertechnik GmbH (Essen)
Autorenhinweis: Helmut Jakob, GKD
Foto: FLSmidth



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2012 (Juni 2012)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Helmut Jakob

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