Mit allen Sinnen: Vielseitige Anforderungen an den Arbeitsschutz beim Entsorger

Im Arbeitsschutz gilt: Augen, Ohren und Verstand müssen überall sein, denn Arbeitsschutz ist ein großes komplexes System mit vielen Facetten. Die Begleitung eines Arbeitsschutzfachmanns bei einem regionalen Entsorger zeigt die Vielschichtigkeit dieses Berufes.

Foto: B. Ochs(17.10.2011) Gegen den Geruch lässt sich nichts machen. So riecht es eben in einem Betrieb, in dem sich übers Jahr gerechnet 120.000 Tonnen Haus-, Sperrund Gewerbemüll als hallenhohe Berge türmen, die mit Schaufel- und Sortierbaggern hin und her geschoben und schließlich für die Sortiermaschinen zu kleinen Schnipseln zerschreddert werden. Der Geruch von Moder, Gammel und Schlacke, der aus den Dingen dringt, die rund 400.000 Einwohnern des Rhein-Kreises Neuss weggeworfen haben und die nun in der Rotte den Bakterien anheim fallen, ist nicht das Problem. Das Problem heißt: Staub. Es ist der Staub, der anfällt, wenn all dieser Müll, sorgsam sortiert nach Material und Nutzen für die Weiterverwertung als Brennstoff, zerkleinert und schließlich zu Zentimeter großen Pellets gepresst wird. Dieser Staub birgt Gefahren für die dort arbeitenden Mitarbeiter und die technischen Bauteile der Anlage. Für Rainer Scheffel, Betriebsleiter der Wertstoffsortier- und Aufbereitungsanlage (WSAA) der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) in Neuss, ist es daher ein großer Sieg, dass er einen Weg gefunden hat, den Staub um bis zu 90 Prozent minimieren zu können. So pellt beispielsweise ein pneumatischer Abstreifer aus gelbem, hartem Gummi, den klebrigen Staub vom Förderband und sorgt dafür, dass dieser gezielt gesammelt wird und nicht durch die Luft fliegt...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) (Neuss), HDS Arbeitsschutz GmbH, RWE Power AG
Autorenhinweis: Barbara Ochs, Düsseldorf
Foto: B. Ochs



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Barbara Ochs

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