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In der Nacht zum Mittwoch sind 30 Kubikmeter radioaktive Uranlösung aus dem Atomkraftwerk von Tricastin (Südfrankreich) ausgelaufen. Die radioaktive Flüssigkeit ist zum Teil in die angrenzenden Flüsse Gaffière und Lauzon gelangt.
Der französischen Behörde zufolge besteht kein unmittelbares Risiko für die Bevölkerung. Die Verwendung von Wasser wurde allerdings in drei Gemeinden nahe Avignon verboten, sowie die Bewässerung von Feldern, Angeln und Wassersport.
Dennoch hat die Anti-Atomkraft Gruppe Sortir du Nucléaire der Aussage der Behörde widersprochen. Es sei unmöglich, dass ein solcher Austritt uranhaltiger Flüssigkeit keine Auswirkungen auf die Umwelt und möglicherweise die Gesundheit der Anwohner habe.
Die Criirad (Unabhängiger Forschungs- und Informationsausschuß für Radioaktivität) wartet auf weitere Ergebnisse um sich über die eventuellen Gefährdungen zu äußern.
Dieser Atomunfall bietet eine Gelegenheit, zu vergleichen wie sich die Stellungnahmen Deutschlands und Frankreichs hinsichtlich der Atomkraft in den Medien widerspiegeln, nachdem Frankreichs Präsident Sarkozy vor knapp einer Woche den Bau eines zweiten Atomreaktors Typs EPR angekündigt hat.“
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