Gabriel reist zu politischen Gesprächen in die Ukraine

Besuch in Tschernobyl geplant

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel reist heute zu einem zweit√§gigen Besuch in die Ukraine. Ziel der Reise ist die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Ukraine in den Bereichen Umwelt und Energie. Auf dem Programm stehen politische Gespr√§che in der Hauptstadt Kiew. Gabriel trifft dabei den ukrainischen Umweltminister Georgi Filiptschuk, um sich √ľber die Kooperation beim Klima- und Naturschutz zu verst√§ndigen. In diesen beiden Bereichen konnte die bilaterale Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten deutlich ausgebaut werden. Dar√ľber hinaus ist ein Gespr√§ch mit Vize-Premierminister Alexander Turtschinow vorgesehen.

Mit dem Minister f√ľr Katastrophenschutz wird sich Gabriel zur aktuellen Lage √ľber die derzeit durchgef√ľhrten Schutzma√ünahmen in Tschernobyl austauschen. Die Bundesregierung ist seit 1987 umfassend an den internationalen Unterst√ľtzungsleistungen zur √úberwindung der Folgen des verheerenden Reaktorunfalls beteiligt ‚Äď bisher im Umfang von 90 Millionen Euro. Dar√ľber hinaus werden bilaterale Beratungsprojekte zur Verbesserung der nuklearen Sicherheit durchgef√ľhrt.

Der Besuch in Kiew wird auch Gelegenheit f√ľr ein Gespr√§ch mit ukrainischen Nichtregierungsorganisationen bieten. Von Interesse ist deren Einsch√§tzung des Aufbaus einer Zivilgesellschaft und des Stellenwerts, den Umweltschutz in der ukrainischen Bev√∂lkerung genie√üt.

Am Donnerstag wird Gabriel gemeinsam mit seinem ukrainischen Amtskollegen eine Veranstaltung zum Auftakt von Klimaschutzprojekten in der Ukraine er√∂ffnen. Das Bundesumweltministerium f√∂rdert derzeit ein Vorhaben zum Ausbau des √∂ffentlichen Personennahverkehrs. Dar√ľber hinaus wird ein energieeffizientes Modellquartier angesto√üen, das als Pilotvorhaben f√ľr den Einsatz von Effizienztechnologien und erneuerbare Energien im Geb√§udebereich dienen soll. Mit einem Kreditprogramm werden zudem Investitionen in Effizienzma√ünahmen durch kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte gef√∂rdert.

In der Ukraine, die zu den weltweit 20 höchsten CO2-Emittenten zählt, sind entschlossene Maßnahmen zur Steigerung von Energieeffizienz und Energieeinsparung erforderlich. Dies wird Unternehmen und Verbrauchern auch bei der Anpassung an steigende Energiepreise helfen.

Der Besuch in der Ukraine wird zudem f√ľr einen Aufenthalt in Tschernobyl genutzt, um sich √ľber die Lage an dem havarierten Reaktor und √ľber die laufenden Schutzma√ünahmen zu informieren, an denen Deutschland, Frankreich und Gro√übritannien als gr√∂√üte Geber innerhalb der EU beteiligt sind. Derzeit werden eine neue Schutzh√ľlle zum sicheren Einschluss des zerst√∂rten Reaktors sowie moderne Langzeit-Zwischenlager f√ľr abgenutzte Brennst√§be gebaut.

Aktuelle Nachrichten der BMU-Pressestelle auf http://twitter.com/BMU_Presse



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (08.07.2009)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

 

Abfallausstellung
Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll