Bundesumweltministerium spricht mit Beteiligten über Lösung für radioaktiv belasteten Edelstahl

Zur Berichterstattung des "Spiegels" über kontaminierte Edelstahllieferungen aus Indien nach Deutschland unter der Überschrift "Gefahr im Container" erklärt das Bundesumweltministerium:

Das Bundesumweltministerium hat am vergangenen Dienstag (10. Februar 2009) die Öffentlichkeit darüber informiert, dass in mehreren Bundesländern radioaktiv kontaminierte Edelstahlprodukte aus Indien aufgefunden wurden (siehe Pressedienst Nr. 41/09).

Eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung oder die betroffenen Firmenmitarbeiter besteht nach Angaben der zuständigen Landesbehörden, die das Material untersucht haben, nicht. Beim überwiegenden Anteil der betroffenen Stahllieferungen liegt die Kontamination unterhalb der Freigabegrenzwerte. Die betroffenen Chargen sind sichergestellt. Konsumgüter sind von den Importen bislang nicht betroffen. Insofern handelt es sich nicht um eine "dramatische Lage".

Die kontaminierten Stahllieferungen aus Indien laufen über globale Handelsketten und betreffen viele Länder. Insofern handelt es sich nicht nur um ein deutsches Problem.

Es ist zutreffend, dass die Metallindustrie beunruhigt ist, weil in den betroffenen Bereichen ohne eine zügige Lösung des Problems wirtschaftliche Nachteile drohen könnten.

Das Bundesumweltministerium führt zurzeit Gespräche mit allen Beteiligten, um Lösungsmöglichkeiten zu erörtern. Darüber hinaus hat das Bundesumweltministerium internationale Initiativen ergriffen, um zukünftig kontaminierte Lieferungen aus Indien oder aus anderen Ländern zu verhindern und eine schleichende Erhöhung von Radioaktivität in Gebrauchsgütern zu vermeiden.



Copyright: © Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (16.02.2009)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

 

Abfallausstellung
Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll