Bundesumweltministerium informiert √ľber Funde von radioaktiv kontaminiertem Edelstahl in Deutschland

Dem Bundesumweltministerium liegen Informationen vor, nach denen in mehreren Bundesländern radioaktiv kontaminierte Edelstahlprodukte aus Indien aufgefunden wurden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen sind diese Verunreinigungen die Folge eines unbeabsichtigten Einschmelzens von radioaktiven Kobalt-60 Strahlenquellen in einem indischen Schmelzwerk. Nach Angaben der zust√§ndigen Landesbeh√∂rden, die das Material untersucht haben, besteht keine Gef√§hrdung f√ľr die Bev√∂lkerung und die Umwelt.

Bei den aufgefundenen Produkten handelt es sich sowohl um Vorprodukte in Form von Edelstahl-Rundstählen, die in Deutschland weiterverarbeitet werden sollten, als auch um Endprodukte, wie z. B. Maschinenteile. Haushaltsprodukte oder Produkte des täglichen Gebrauchs sind nach vorliegenden Informationen nicht betroffen.

Das Material wurde von den zust√§ndigen Strahlenschutzbeh√∂rden der L√§nder vorsorglich sichergestellt, damit eine Ausbreitung der Kontamination auf Konsumg√ľter oder andere Wirtschaftszweige verhindert wird. Die Produkte sind unterschiedlich hoch belastet. Zum Teil √ľberschreiten sie die Grenzen, nach denen sie der staatlichen Kontrolle unterliegen. Der √ľberwiegende Teil ist geringer belastet. Bund und L√§nder suchen zurzeit nach L√∂sungen, die verhindern, dass auch die geringer belasteten Stoffe in den Wirtschaftkreislauf gelangen.

Der Edelstahl stammte in den vorliegenden F√§llen urspr√ľnglich aus Indien. Es ist davon auszugehen, dass eine oder mehrere Kobalt-60 Quellen in einem indischen Stahlwerk eingeschmolzen wurden.

Auf Initiative und Einladung des Bundesumweltministeriums haben Vertreter der Bundesaufsicht, der zust√§ndigen Strahlenschutzbeh√∂rden der Bundesl√§nder sowie der Verb√§nde der Stahlindustrie in der vergangenen Woche das weitere Vorgehen beraten. In den Gespr√§chen ging es u. a. um Fragen, wie mit dem sichergestellten kontaminierten Edelstahl umgegangen wird und wie das erneute Eindringen radioaktiv verunreinigter Edelst√§hle in den deutschen Wirtschaftskreislauf verhindert werden kann. F√ľr die kommende Woche hat die Bundesaufsicht auch die betroffenen Firmen eingeladen, um √ľber L√∂sungsm√∂glichkeiten zu beraten. Zudem hat das Bundesumweltministerium in einem Schreiben an die zust√§ndige Aufsichtsbeh√∂rde in Indien auch eine st√§rkere Kontrolle indischer Unternehmen gefordert, um Vorkommnisse dieser Art zuk√ľnftig zu verhindern.

Kontaminierte Stahlprodukte als Folge unbeabsichtigten Einschmelzens radioaktiver Strahlenquellen sind ein globales Problem. Um nachhaltig wirksame L√∂sungen zu finden hat das Bundesumweltministerium die Initiative f√ľr st√§rkere internationale Anstrengungen bei der Kontrolle bei der Einfuhr nach Europa ergriffen.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (11.02.2009)
 
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