Schnelle Auskunft beim Chemieunfall

Gemeinsamer Stoffdatenpool von Bund und L√§ndern k√ľnftig auch f√ľr B√ľrgerinnen und B√ľrger zug√§nglich
Aktuelle, schnelle und verl√§ssliche Informationen √ľber chemische Stoffe und ihre Wirkungen auf die Umwelt sind wichtig - f√ľr den Umweltschutz und die Gefahrenabwehr durch Feuerwehr oder Polizei. Seit 1995 gibt es daf√ľr den "Gemeinsamen Stoffdatenpool Bund/L√§nder", kurz GSBL. Ab sofort sind die Daten zu rund 400.000 chemischen Stoffen noch besser aufbereitet und f√ľr alle B√ľrgerinnen und B√ľrger im Internet verf√ľgbar.

Am 28. Mai 2009 gaben Bund und L√§nder als Partner des GSBL den Startschuss zum neuen Online-Auftritt der Anwendung. Acht L√§nder und der Bund betreiben die Rechercheanwendung zu Stoffinformationen zentral. Die Daten sind √ľber das Internet an jedem Ort mit Netzanschluss zug√§nglich. B√ľrgerinnen und B√ľrger haben k√ľnftig direkten und kostenlosen Zugriff auf den GSBL.
Der GSBL ist die gr√∂√üte und wichtigste Stoffdatenbank in Deutschland. Zu den rund 400.000 Stoffen sind in 480 Merkmalen die Stoffeigenschaften und rechtlichen Regelungen abgebildet. Dargestellt werden die Informationen als Faktendaten, wie Messwerte und beschreibt Ma√ünahmen - etwa f√ľr Havarien. Sowohl Experten als auch Laien erhalten die Stoffbeschreibungen in der f√ľr sie verst√§ndlichen Form. Zugangsberechtigt zur Gesamtanwendung sind alle staatlichen und kommunalen Beh√∂rden der beteiligten Partner. F√ľr die breite √Ėffentlichkeit existiert eine Public-Use-Version, mit der die Daten online √ľber das neue Portal recherchiert werden k√∂nnen.

Die Kooperation zwischen Bund und L√§ndern im GSBL hat lange Tradition: Schon seit 1995 pflegen Bund und L√§nder die Stoffdaten im gemeinsamen Daten-Pool. Seit 1998 gibt es eine Vereinbarung zur Rechercheanwendung. Umweltbeh√∂rden nutzen den GSBL f√ľr die Gewerbeaufsicht, den Arbeitsschutz oder bei der Entsorgung gef√§hrlicher Stoffe. Die Wissenschaft sch√§tzt die qualitativ hochwertige und aktuelle Zusammenstellung relevanter Information. Auch zur Gefahrenabwehr ist der GSBL seit Jahren √ľber seine Gefahrstoff-Schnellauskunft (GSA) ein wichtiges Informationsinstrument, etwa bei Katastrophen, Unf√§llen und Havarien mit gef√§hrlichen Stoffen. Ersteinsatzkr√§fte, wie Feuerwehr und Polizei, sind wichtige Institutionen, die den GSBL nutzen.
Mehr Informationen unter www.gsbl.de.
Dessau-Roßlau, 28.05.2009



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