Smartphones und Tablets sind zuk√ľnftig leichter reparierbar

Neue √Ėkodesign-Vorgaben f√ľr langlebigere Produkte beschlossen


Die EU-Mitgliedstaaten und die Europ√§ische Kommission haben sich heute auf neue √Ėkodesign-Regeln f√ľr Smartphones, Tablets, Mobiltelefone und schnurlose Telefone geeinigt. Erstmals m√ľssen die Hersteller dieser Produkte nun bestimmte Ersatzteile und Reparaturinformationen zur Verf√ľgung stellen und Software-Updates gew√§hrleisten. Die deutsche Bundesregierung, unter der F√ľhrung des BMWK und mit Unterst√ľtzung des BMUV, hatte sich in den Verhandlungen wiederholt f√ľr ambitionierte Vorgaben stark gemacht.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: "Die Verhandlungen sind ein gro√üer Erfolg und ein weiterer Schritt in Richtung einer gelebten Kreislaufwirtschaft, im Einklang mit dem Koalitionsvertrag. Mit den neuen Verordnungen vereinfachen wir die Reparatur und die Wiederaufbereitung von Smartphones und Tablets und verl√§ngern so ihre Nutzungsdauer. Gleichzeitig haben wir mit den k√ľnftigen Produktanforderungen einen guten Ausgleich zwischen den Interessen der Wirtschaft und des Klimaschutzes gefunden."
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Massenprodukte wie Smartphones und Tablets m√ľssen k√ľnftig leichter reparierbar sein und werden dadurch langlebiger. Damit kommen wir dem Recht auf Reparatur einen gro√üen Schritt n√§her. Niemand soll mehr ein Handy wegwerfen m√ľssen, weil ein defekter Akku nicht entnommen werden kann. Die neuen Regeln schonen Ressourcen und legen die Grundlage f√ľr einen nachhaltigen Umgang mit Elektroger√§ten in der Europ√§ischen Union. Damit gehen wir einen weiteren Schritt raus aus der Wegwerfgesellschaft."
Die neuen √Ėkodesign-Anforderungen f√ľr Smartphones, Tablets, Mobiltelefone und schnurlose Telefone regeln erstmals deren Reparierbarkeit und schreiben die Verf√ľgbarkeit von Ersatzteilen vor. So m√ľssen die Hersteller Reparaturinformationen und bestimmte Ersatzteile, wie zum Beispiel Displays und Akkus, f√ľr 7 Jahre zur Verf√ľgung stellen. Dar√ľber hinaus sollen Hersteller das Produkt k√ľnftig so gestalten, dass ein einfacherer Austausch von Komponenten m√∂glich ist. Dadurch wird die Reparatur und die Wiederverwendung von gebrauchten Ger√§ten erleichtert sowie das Recycling und die Ressourceneffizienz gest√§rkt. Zus√§tzlich sollen die Hersteller Software Updates f√ľr 5 Jahre zur Verf√ľgung stellen. Software-Updates d√ľrfen gleichzeitig nicht dazu f√ľhren, dass die Hardware beeintr√§chtigt wird. Ferner werden die Rechte von Unternehmen, die Smartphones und Tablets professionell wiederaufbereiten, mit der neuen Verordnung gest√§rkt.
Laut Europ√§ischer Kommission reduziert die neue √Ėkodesign-Verordnung, zusammen mit der zuk√ľnftigen Energielabel-Verordnung, den Prim√§renergieverbrauch der betroffenen Produkte im Jahr 2030 EU-weit um 13,9 TWh. Die neuen Anforderungen treten nach ihrer Verabschiedung durch die Europ√§ische Kommission im kommenden Jahr in Kraft und gelten nach einer √úbergangszeit von 21 Monaten f√ľr alle in der EU verkauften Ger√§te.

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Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (18.11.2022)
 
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