Energietransparenz senkt Verbrauch

Großbildschirme sollen Mitarbeitern und Studenten der Hochschule den aktuellen Stromverbrauch aufzeigen, um das Energiebewusstsein zu steigern

Fraunhofer FIT realisiert im Auftrag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ein Energie-Monitoring System am Campus Rheinbach. Großbildschirme sollen Mitarbeitern und Studenten der Hochschule den aktuellen Stromverbrauch aufzeigen, damit das Energiebewusstsein steigern und so zum Stromsparen motivieren. Eine detaillierte Verbrauchserfassung ermöglicht auch Vergleiche etwa von Abteilungen oder Etagen und soll so den Sparehrgeiz wecken.
 
Das ambitionierte Projekt der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird im Rahmen des Konjunkturpakets II "Energetische Ma√ünahmen" vom Ministerium f√ľr Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW gef√∂rdert. Zum offiziellen Projektstart am 16. April 2010 besuchte Staatssekret√§r Dr. Michael St√ľckradt die Hochschule. Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-Institut f√ľr Angewandte Informationstechnik FIT, das mit der Konzeption und Durchf√ľhrung des Projekts betraut wurde, stellte ihm die Projektpl√§ne vor. Die wissenschaftliche Begleitung auf Seite der Hochschule erfolgt durch Professor Alejandro Valenzuela und Gerd Heinen, Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus.

Kernidee des Projekts ist es, durch eine möglichst detaillierte Verbrauchserfassung und eine hohe Verbrauchstransparenz durch eine zeitnahe öffentliche Visualisierung des Stromverbrauchs zum Energiesparen zu motivieren. Studien sprechen von einem Einsparpotenzial bis zu 25 Prozent durch solche Maßnahmen.

Daf√ľr werden am Campus fl√§chendeckend Stromz√§hler angebracht, um die n√∂tigen Verbrauchsdaten zu sammeln. Gro√übildschirme - so genannte Energie-Monitore - an strategischen Orten auf dem Campus zeigen dann den Mitarbeitern und Studenten wie viel Strom sie aktuell verbrauchen. Dar√ľber hinaus pr√§sentieren die Monitore Vergleichswerte mit der Vergangenheit oder den prognostizierten zuk√ľnftigen Verbrauch. Gleichzeitig sollen die Energie-Monitore auch aktuelle Nachrichten aus dem Hochschulumfeld transportieren.

"Die Hochschule ist teilweise bereits mit vernetzbaren Stromz√§hlern ausgestattet. Zus√§tzlich werden wir zentrale Hauptleitungen mit Induktionsmessringen versehen, um etwa den Verbrauch von Etagen oder bestimmten Laboren separat erfassen zu k√∂nnen", so Projektleiter Prinz. Daneben sollen auch zahlreiche mobile netzf√§hige Messstecker zum Einsatz kommen, mit denen sehr gezielt Verbr√§uche gemessen werden k√∂nnen. Diese werden auch dem Personal und den Studenten der Hochschule zur Verf√ľgung stehen, damit sie eigene Mess- und Sparprojekte durchf√ľhren k√∂nnen.

In der jetzt angelaufenen ersten Projektphase ermittelt Fraunhofer FIT in enger Kooperation mit der Hochschule die optimalen Messpunkte und pr√ľft m√∂gliche Visualisierungskonzepte. Ab Herbst 2010 sollen die Energie-Monitore im Hochschulegeb√§ude in Aktion sein.

Kontakt:

Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 2241 14-2208



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (23.04.2010)
 
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