Kraftwerke f√ľr das 21. Jahrhundert

Start der 2. Phase des Forschungsprojekts KW 21; Hauptziel von KW21 ist, neue Kraftwerkstechnologien zu entwickeln, bekannte zu verbessern, Wissen zu vertiefen und Entwicklungswerkzeuge zu schaffen

Moderne, effiziente Kraftwerke leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung. Ein wichtiger Eckpfeiler bei der Entwicklung innovativer Kraftwerkstechnologien ist die Forschungsinitiative "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW21). Am 14./15. Mai startet die 2. Phase von KW21 mit einem "Kick-off" in Irsching bei Ingolstadt f√ľr die beteiligten Wissenschaftler und Partner.
M√ľnchen/N√ľrnberg, 5. Mai 2009. Auf welchen Energietr√§gern beruht die Strom-erzeugung der Zukunft? Und wie kann auch k√ľnftig eine sichere Energieversorgung von Privathaushalten und Unternehmen gew√§hrleistet werden? Fachleute sind sich einig, dass konventionelle Kraftwerke noch lange Zeit den ma√ügeblichen Anteil an der Stromerzeugung haben werden. Moderne, effiziente Kraftwerke leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung, zur Ressourcenschonung und zur weiteren Reduzierung von Emissionen.
Einen wichtigen Eckpfeiler der Entwicklung innovativer Kraftwerkstechnologien bildet seit dem Jahr 2004 die Forschungsinitiative "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW21). Im Fokus des Projekts der L√§nder Bayern und Baden-W√ľrttemberg sowie von elf Industriepartnern stehen Innovationen f√ľr hocheffiziente, emissionsarme und √∂konomisch sinnvolle Kraftwerke. Zudem bietet das Projekt KW 21 vielf√§ltige Ausbildungsm√∂glichkeiten f√ľr hoch qualifizierte Ingenieure im Energiesektor.

Am 14./15. Mai startet die 2. Phase von KW21 mit einem wissenschaftlichen Kolloquium. Als Pressevertreter laden wir Sie ein, sich bei diesem "Kick-off" am 15. Mai einen √úberblick √ľber Inhalte und Ziele der Forschungsinitiative KW 21 zu verschaffen. Ein Rundgang durch das Kraftwerk Irsching bietet zudem Einblicke in den Stand der Technik innovativer Kraftwerkstechnologie. Mit Block 4 des Kraftwerks entsteht in enger Kooperation der beiden an KW21 beteiligten Unternehmen E.ON Energie AG und Siemens AG das modernste Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) der Welt.

Bitte melden Sie sich bis zum 13.5.2009 √ľber das Online-Formular an, das Sie sowohl per E-Mail oder per Fax zur√ľcksenden k√∂nnen. Das Formular, das ausf√ľhrliche Programm sowie eine Anfahrtsskizze finden sie unter http://www.kw21.de/presse

Programm KW21 "Kick-off" - 15. Mai 2009

09:00 Registrierung
Pforte Kraftwerk Irsching (Anfahrt s. Skizze)

09:30 Begr√ľ√üung
Leiter des Bereichs Technische Grundsatzfragen, Neue Technologien,
E.ON Energie AG, M√ľnchen

09:50 Grußwort
Ministerialdirektor Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler,
Bayerisches Staatsministerium f√ľr Wissenschaft, Forschung und Kunst

10:00 Vortrag: "Innovationen f√ľr klimafreundliche Kraftwerke des 21. Jahrhunderts"
Dr. Daniel Hofmann, Vice President for Carbon Capture and Sequestration,
Siemens AG, Energy Sector, Fossil Power Generation, Erlangen
Schlusswort
Prof. Thomas Sattelmayer, Sprecher KW21 in Bayern, TU M√ľnchen

10:30 Gruppenfoto

10:45 F√ľhrung E.ON Kraftwerk Irsching - Besichtigung Block 4 und Block 5

12:15 Mittagsimbiss im Maschinenhaus



√úber KW21
Die langfristig angelegte Forschungsinitiative 'Kraftwerke des 21. Jahrhunderts' (KW21) wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Den Ansto√ü gab eine gemeinsame Studie des Innovationsbeirats der Landes-regierung von Baden-W√ľrttemberg (IBR) und des Wissenschaftlich-Technischen Beirats der Bayeri-schen Staatsregierung (WTB) √ľber die k√ľnftige Energieversorgung. Die Studie empfahl unter anderem, die Energieforschung beider L√§nder zu verst√§rken und zu vernetzen. √Ėffentliche F√∂rdermittelgeber auf bayerischer Seite sind die Ministerien f√ľr Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie f√ľr Wirtschaft, Infra-struktur, Verkehr und Technologie, auf baden-w√ľrttembergischer Seite erfolgt die √∂ffentliche F√∂rderung √ľber die Zukunftsoffensive III.
Als Industriepartner bringen die Unternehmen ALSTOM, Clariant, EnBW, E.ON, ESYTEC, MAN AG, MARTIN GmbH f√ľr Umwelt- und Energietechnik, MTU Aero Engines, Siemens, UTP und Voith-Siemens Hydro-Power Generation Praxiswissen und finanzielle Unterst√ľtzung in H√∂he von 50 Prozent der anfallenden Gesamtkosten in die Projekte ein. Damit wollen die Unternehmen unter anderem einen Beitrag dazu leisten, die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung im Bereich Energietechnik substanziell zu st√§rken.

Hauptziel von KW21 ist, neue Kraftwerkstechnologien zu entwickeln, bekannte zu verbessern, Wissen zu vertiefen und Entwicklungswerkzeuge zu schaffen. Damit tr√§gt KW21 wesentlich dazu bei, dass Kraftwerke effizienter, kosteng√ľnstiger und umweltfreundlicher werden und insbesondere weniger Koh-lendioxid aussto√üen. Die f√ľnf Bereiche Dampferzeuger, Dampfturbinen, Fluiddynamik und Gasturbinen decken die Kernkomponenten moderner Kraftwerke ab; der Bereich Energiewirtschaft besch√§ftigt sich mit marktpolitischen und √∂konomischen Aspekten. Zur Veranschaulichung seien beispielhaft herausge-griffen: Fragen zur Energiespeicherung und Lastkurven, Wirkungsgradsteigerung durch 700 ¬ļC-Kraftwerke, Verbrennungssimulation und Thermoakustik, Steigerung der Betriebssicherheit oder Emissi-onsminderung.
In der 1. Phase des Programms vom 1. Juli 2004 bis zum 31.Dezember 2008 arbeiteten 20 Forschergruppen aus Bayern und Baden-W√ľrttemberg mit 9 Industriepartnern in 5 Arbeitskreisen an 36 Projekten.
 
Inhalt der 1. Phase waren neue Technologien f√ľr mit fossilen Brennstoffen betriebene Dampf-, Gas- und Kombikraftwerke, Kraft-W√§rme-Kopplungsanlagen sowie energiewirtschaftliche Analysen und Stra-tegien aus betriebswirtschaftlicher, volkswirtschaftlicher und √∂kologischer Perspektive.
 
Im Januar 2009 wurde die 2. Phase von KW21 bis 2012 gestartet. 23 Forschergruppen arbeiten mit 11 Industriepartnern an 52 Projekten in 5 Arbeitsgruppen: Energiewirtschaft, Kraftwerkssysteme und Dampferzeuger, Fluiddynamik in Dampfturbinen, Hochtemperaturkomponenten in Turbomaschinen und Brennkammern f√ľr Gasturbinen. Das Volumen f√ľr die zweite Laufzeit von KW21 betr√§gt rund 12,2 Mio. Euro. Bayern investiert f√ľr die 2. Phase 3,0 Mio. Euro aus dem Klimaprogramm Bayern 2020.
Mit 23 Forschergruppen und 11 Industrieunternehmen ist KW21 eine der gr√∂√üten Forschungsinitiativen in Deutschland auf dem Gebiet der Energietechnik. Die Wissenschaftler forschen an den Universit√§-ten Bayreuth, Erlangen-N√ľrnberg, Karlsruhe, Stuttgart und der TU M√ľnchen sowie an der Forschungsstelle f√ľr Energiewirtschaft in M√ľnchen und am Deutschen Zentrum f√ľr Luft- und Raumfahrt in Stuttgart.

"Das Zustandekommen einer 2. Phase von KW21 unter so hoher finanzieller und engagierter fachlicher Beteiligung der Wirtschaft ist eine Best√§tigung der wissenschaftlichen Qualit√§t und technologi-schen Relevanz der in der 1. Phase geleisteten Arbeiten. Wir freuen uns, mit KW21 weiter aktiv zum Klimaschutz und zur St√§rkung der Wirtschaft beitragen zu d√ľrfen", so der bayerische Sprecher der Initiative, Thomas Sattelmayer, vom Lehrstuhl f√ľr Thermodynamik der Technischen Universit√§t M√ľnchen.
 
Nach Auffassung eines Expertengremiums setzen Bayern und Baden-W√ľrttemberg mit der 2. F√∂rderperiode von KW21 ein √§u√üerst erfolgreiches Forschungsprogramm fort. Viele Neuentwicklungen, wie ein Online-Messsystem f√ľr die Gasanalyse, ein patentiertes Monitoringsystem f√ľr Gasturbinen, ein neuer Lotwerkstoff zur Reparatur von einkristallinen Turbinenschaufeln oder Grundlagenuntersuchungen zum Verst√§ndnis der Verbrennungsvorg√§nge in Gasturbinen befinden sich nun in der Phase der industriellen Umsetzung. Dies alles liefert einen Beitrag zur Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und damit zur Minderung der Treibhausgasemissionen.

Weitere Informationen:
http://www.kw21.de/presse

Christoph Kirsch, Unternehmenskommunikation
Bayern Innovativ Gesellschaft f√ľr Innovation und Wissenstransfer mbH



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (06.05.2009)
 
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