Bundeskabinett verabschiedet 6. Energieforschungsprogramm

„Forschung fĂŒr eine umweltschonende, zuverlĂ€ssige und bezahlbare Energieforschung“

Das Bundeskabinett hat heute das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung mit dem Titel „Forschung fĂŒr eine umweltschonende, zuverlĂ€ssige und bezahlbare Energieforschung" verabschiedet. Das Programm ist ein gemeinsames Projekt des federfĂŒhrenden Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesministeriums fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung. Es legt die Grundlinien und Schwerpunkte der Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich innovativer Energietechnologien fĂŒr die kommenden Jahre fest. Damit schafft es die Voraussetzungen dafĂŒr, dass der Umbau der Energieversorgung in Deutschland umweltschonend, sicher und kostengĂŒnstig gestaltet werden kann.

Der Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler:

„Das Thema Energie steht ganz oben auf unserer Agenda. Mit dem neuen Energieforschungsprogramm setzen wir eine Maßnahme des Energiekonzepts um und leisten einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende in Deutschland. Wir brauchen innovative und effiziente Energietechnologien, um den Weg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien sicher und bezahlbar zu gestalten. Mit dem neuen Programm setzen wir verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen fĂŒr Forschung und Entwicklung. Zugleich unterstĂŒtzen wir Wirtschaft und Wissenschaft darin, sich auf die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auszurichten."

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen:

„Die Energieforschung ist ein grundlegender SchlĂŒssel fĂŒr die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien. Mit einer qualifizierten Forschungsförderung, die gezielt die Entwicklung innovativer Technologien unterstĂŒtzt, können wir den Umbau unserer Energieversorgung wirkungsvoll beschleunigen. Das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung ist auf zwei klare Schwerpunkte ausgerichtet: erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Das Bundesumweltministerium wird die Mittel einsetzen, um die Technologieentwicklung in allen Bereichen der Erneuerbaren voranzubringen. Wir werden Projekte von Wind bis Photovoltaik, von solarthermischen Kraftwerken bis Geothermie unterstĂŒtzen. Ein Schwerpunkt wird dabei auch die Forschungsförderung fĂŒr Speicher- und Netztechnologien und regenerative Kombikraftwerke sein."

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner:

„Energieforschung ist die Grundlage fĂŒr einen zĂŒgi-gen, langfristig tragbaren und umweltschonenden Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Landwirtschaft trĂ€gt daran den Löwenanteil. FĂŒr die Zukunft gibt es hier enormen Forschungsbedarf. Wir brauchen kluge Konzepte und clevere Ideen, um die unterschiedlichen Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien sinnvoll und effizient miteinander zu verknĂŒpfen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wird deshalb von 2011 bis 2014 rund 180 Millionen Euro fĂŒr die Bioenergieforschung bereitstellen. Neue Förderschwerpunkte zum Beispiel im Bereich der Effizienzsteigerung, beim weiteren Ausbau der SpeicherfĂ€higkeit von Bioenergie und der dezentralen Versorgungsstrukturen werden dazu beitragen, die Bioenergie weiter auszubauen."

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan:

„Der Umbau der Energieversorgung braucht Wissenschaft und Forschung. Wir mĂŒssen eine breite Palette von Technologien entwickeln, um uns verschiedene Optionen offen zu halten. Das Bundesforschungsministerium verstĂ€rkt die Grundlagenforschung bei den Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Wir fördern die Entwicklung neuer Speichertechnologien und den Weg hin zu klimaneutralen StĂ€dten. So treffen wir mit unserer Forschungsagenda Vorsorge dafĂŒr, dass unsere Wissenschaft weltweit eine Vorreiterrolle spielen kann."

Mit dem 6. Energieforschungsprogramm ergĂ€nzt die Bundesregierung ihre Energie- und Klimapolitik durch einen neuen strategischen Ansatz. Sie setzt so auf die verbesserte Förderung von Erforschung und Entwicklung zukunftsfĂ€higer Energietechnologien. Das Engagement der Bundesregierung spiegelt sich vor allem in dem Budget fĂŒr Energieforschung wider. Von 2011 bis 2014 stehen rund 3,4 Milliarden Euro fĂŒr die Förderung der Energieforschung zur VerfĂŒgung. Der beachtliche Aufwuchs von rund 75 Prozent gegenĂŒber der Vergleichsperiode 2006 bis 2009 speist sich großteils aus dem neu eingerichteten

„Energie- und Klimafonds". Die Fördermittel werden strategisch auf prioritĂ€re Bereiche fokussiert, die fĂŒr den beschleunigten Umbau der Energieversorgung Deutschlands wichtig sind: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicher, Netztechnologien sowie die Integration der erneuerbaren Energien in die Energieversorgung.

Mit gemeinsamen Förderinitiativen der beteiligten Ressorts setzt die Bundesregierung neue Ak-zente in der Forschungslandschaft und bĂŒndelt ihre Kernkompetenzen in den energiepolitisch wichtigen Themen. Zudem wird die internationale Forschungskooperation weiter ausgebaut. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine stĂ€rkere Vernetzung der Forschungsarbeiten innerhalb der EuropĂ€ischen Union. Schließlich stĂ€rkt die Bundesregierung die Koordinierung und Abstimmung sĂ€mtlicher EnergieforschungsaktivitĂ€ten durch den Ausbau der „Koordinierungsplattform Energie-forschung".

WeiterfĂŒhrende Informationen zum 6. Energieforschungsprogramm finden Sie auf den Internetseiten der Bundesministerien.



Copyright: © Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (03.08.2011)
 
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