Mit Londons Müll gegen die Ölkrise?

British Airways baut Biosprit-Fabrik.

British Airways will seine Flieger mit Biosprit betanken. Nachdem schon die US-Marine als einer der weltweit größten Treibstoffverbraucher angekündigt hat, einen Teil seiner Schiffe und Flugzeuge auf Biosprit umzustellen, kommt nun auch die britische Fluglinie aus der Deckung und kündigt an, »grün« zu werden. Dazu will BA im Osten Londons eine Fabrik bauen, die 1.200 Mitarbeiter beschäftigt und etwa ein Sechstel der organischen Abfälle der Metropole zunächst in Biogas und dann in flüssigen Treibstoff verwandelt. Angepeilte Jahresproduktion: 16 Millionen Gallonen, das sind rund 75 Millionen Liter. Für BA-Manager Richard Branson ist die Biosprit-Fabrik eine Antwort auf die demnächst »knirschende Ölversorgung « nach Erreichen des Weltfördermaximus (Peak Oil). Financial-Times-Redakteur Ed Crooks hat der Fluglinie nun vorgerechnet, dass selbst der gesamte Londoner Müll nicht ausreichen wird, um einen wirklich relevanten Teil der BA-Flotte zu betanken. Mit der geplanten Biosprit-Produktion von 16 Millionen Gallonen könnten gerade zwei Prozent der jährlichen BA-Flüge ab London-Heathrow mit Flugbenzin versorgt werden. Wollte man die von diesem Flughafen startenden Maschinen der Fluglinie komplett versorgen, müsste man das gesamte Müllaufkommen von achtmal London in Sprit verwandeln.



Copyright: © zeo2 - Deutsche Umwelthilfe e. V. (01.03.2010)
 
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