Südzucker AG plant Verdreifachung der Bioethanolproduktion

Nach Senkung des Weißzuckergarantiepreises um 36% in den nächsten 4 jahren sieht die Südzucker AG in Bioethanol den bedeutendsten Wachstumstreiber der kommenden Jahre.

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung investiert der europäische Marktführer Südzucker in den nächsten Jahren etwa 500 Millionen Euro in den Bau von Bioethanolanlagen. Auch Konkurrent Nordzucker will in die Produktion von  Bioethanol einsteigen. Allerdings sind hier "nur" Investitionen in einer Größenordnung von 70 Millionen Euro für die Produktion von etwa 130.000 Kubikmetern Bioethanol pro jahr am Standort Klein Wanzleben (Sachsen) geplant.


Südzucker plant neben den Produktionserweiterungen der bestehenden Anlagen in Deitschland (Zeitz), Ungarn und Frankreich auch einen Anlagenneubau in Belgien. Durch diese Maßnahmen soll die Bioethanolproduktion von derzeit ca. 320.000 auf eine Million Kubikmeter pro Jahr verdreifacht werden.

Mit dem Ertrag aus einem Hektar Weizen kann ein mit Ethanol betriebenes Fahrzeug eine wegstrecke von 26.500 km zurücklegen.*

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BBE), Milan Nitzschke, rechnet in den nächsten zwei Jahren mit Investitionen von einer weiteren halben Milliarde Euro für den Bau neuer Anlagen. Pläne zur Besteuerung von Biokraftstoffen könnten die investitionen allerdings erheblich bremsen.

Vor dem Hintergrund des EU-Beschlusses, dass bis zum Jahr 2010 Treibstoffe zu 5,75% aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen müssen, besteht trotz des immer noch schwelenden Steuerstreiots auch aufgrund der stark gestiegenen Rohölpreise starkes Interesse an den Biokraftstoffen.

So geht man bei Südzucker davon aus, dass die Bioethanolproduktion bis 2010 auf 2,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr ansteigen wird.

*(Durchschnittsverbrauch 8 Liter, 1,4 Liter Bioethanol entspricht 1 Liter Benzin)



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