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Fast 1000 Arbeitsplätze sind bedroht
Spreetal. Das Sekundärrohstoff- Verwertungszentrum Schwarze Pumpe (SVZ) in Spreetal bei Cottbuss hat am Sonntag, 25. April Insolvenz angemeldet. Wie die VDI- Nachrichten am 30. April berichteten, droht dem Unternehmen die komplette Stilllegung, falls nicht noch überraschend ein Geldgeber auftauchen sollte.
Das SVZ hätte nach eigenen Angaben zur Abwendung der Insolvenz eine akute Finanzhilfe über 7,5 Millionen Euro gebraucht, die aber weder Sachsen noch Brandenburg gewähren wollte. Potsdam fühlt sich nur bedingt zuständig, weil das Unternehmen zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags nicht in Brandenburg eingetragen war, sondern noch in Sachsen. Das SVZ warf vor allem Sachsen mangelnde Unterstützung vor.
Von der Insolvenz des SVZ sind 340 Stellen direkt bedroht sowie 650 Arbeitsplätze bei Zulieferfirmen. Für die Beschäftigten habe die Insolvenz zunächst keine Konsequenzen, so SVZ- Geschäftsführer Naumann. Das Arbeitsamt übernehme das Insolvenzgeld, die März-Gehälter seien gezahlt worden.
Das Werk verarbeitete für die Chemieindustrie schon zu DDR-Zeiten Braunkohle zu Gasen, die Technologie wurde allerdings laufend weiterentwickelt. Heute wird aus synthetischen Abfällen sowie aus Holzresten und Klärschlamm ein Synthesegas erzeugt. Dieses dient unter anderem als Basis für den Chemiegrundstoff Methanol.
Bislang machte das SVZ nur Verluste. Dies könnte sich allerdings mit den neuen Müllgesetzen ändern, die ab 2005 gelten: Müll muss verwertet statt deponiert werden. Ab 2007 greift die Autorücknahme-Verordnung auch für Wagen vor dem aktuellen Zulassungsstichtag 1. Juli 2002. Da Autos zu einem Fünftel aus Kunststoff bestehen, käme nach Meinung von Experten auf das SVZ eine Menge Arbeit zu.
Kontakt: Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum Schwarze Pumpe GmbH, Südstraße, D-02979 Spreetal, Tel. 03564 - 69 37 70, Fax -69 37 34, eMail: picardl@svz-gmbh.de, Internet: www.svz-gmbh.de.
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