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BMU erhofft sich durch ein neues Verfahren Fortschritte bei der Abwasserbehandlungstechnik
Berlin. Das Bundesumweltministerium (BMU) wird die Errichtung einer Anlage zur Klärschlammaufbereitung der Stadt Gifhorn (Niedersachsen) mit insgesamt zwei Millionen Euro fördern. Die Mittel werden aus dem Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen bereitgestellt. In dem neuartigen Verfahren soll Klärschlamm in Biogas zur Energie- und Wärmegewinnung sowie in handelbaren Dünger umgewandelt werden. Betreiber der Anlage ist das Unternehmen ASG, ein Eigenbetrieb der Stadt Gifhorn. Dies teilte das Ministerium am 30. Januar mit.
In dem Pilotprojekt soll der Klärschlamm, der in der Kläranlage der Stadt Gifhorn anfällt, komplett verwertet werden. Nach Aussage des BMU werden dann Klär- und Faulschlammtransporte sowie die aufwändige Klärschlamm-Trocknung überflüssig. Zugleich werden die organischen Schadstoffe nahezu vollständig abgebaut und die Schwermetalle abgetrennt. Das Biogas, das mit dem Verfahren erzeugt wird, soll in einem Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung zu Strom und Wärme umgewandelt werden.
Bundesumweltministerium und Bundesverbraucherschutzministerium hatten sich im vergangenen Jahr darauf geeinigt, die Klärschlammausbringung auf landwirtschaftliche Böden in Zukunft weitgehend einzustellen, da sonst langfristig eine Anreicherung von Schadstoffen im Boden und letztlich in Nahrungsmitteln zu befürchten ist. Ab Mitte 2005 dürfen unvorbehandelte Klärschlämme nicht mehr deponiert werden.
Kontakt: Bundesumweltministerium, Referat Öffentlichkeitsarbeit, D-11055 Berlin, Tel. 01888-305-0, Fax: -305 20 44.
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