Nachrichten:
Die Bundesregierung begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission zur raschen und nachhaltigen Reform des EU-Emissionshandels, dringt aber auf weitergehende Verbesserungen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:
"Mit unserer Position geben wir ein klares Signal für die Klimaschutzdebatte in der Europäischen Union. Deutschland will dazu beitragen, dass sich die EU ehrgeizige Ziele setzt und geht entschieden voran, damit sie erreicht werden."
Nach dem Willen der Bundesregierung soll die sogenannte
Marktstabilitätsreserve nicht erst 2020 eingeführt werden, sondern noch
in dieser Legislaturperiode. "Wir halten einen deutlich früheren Start
des Mechanismus vor 2020, d.h. ab dem Jahr 2017, für notwendig", heißt
es in der deutschen Stellungnahme zum Vorschlag der Kommission, die
jetzt zwischen den Ressorts abgestimmt wurde und in Brüssel hinterlegt
wird.
Zudem sollen die 900 Millionen Zertifikate, die nach dem Vorschlag der
Kommission durch das sogenannte "Backloading" vom Markt genommen werden
sollen, direkt in die Markstabilitätsreserve überführt werden.
Darüber hinaus will die Bundesregierung sicherstellen, dass eine
Standortverlagerung von Unternehmen aufgrund von Klimaschutzgründen (so
genanntes "carbon leakage") nicht stattfindet. Hendricks: "Wir wollen
die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nicht gefährden. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass kein deutsches Unternehmen aus
Klimaschutzgründen Arbeitsplätze ins Ausland verlagern muss."
Deutschland gehe mit dieser Stellungnahme zum Kommissionsvorschlag
innerhalb der EU voran und stelle damit erneut seine Führungsrolle in
der Klimaschutzpolitik unter Beweis, sagte Hendricks. "Mit dem
Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 werden wir zudem sicherstellen, dass
die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent
gegenüber 1990 gesenkt werden."
----------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas Kübler, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMUB Youtube: www.youtube.de/umweltministerium
| Copyright: | © Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) (12.06.2014) | |