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BDSV und bvse fordern Neuregelung von REACH
Die VerbĂ€nde bvse â Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung e.V. und BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. haben gemeinsam VorschlĂ€ge erarbeitet, um die zahlreichen Ăberschneidungen von europĂ€ischer Abfallgesetzgebung und Chemikalienverordnung zu beenden. GemÀà Art. 138 Abs. 6 der REACH-VO sind von der EU-Kommission bis zum 1. Juni 2012 deren Ăberschneidungen mit anderen Regularien der EU zu prĂŒfen. âLeider liegen zahlreiche Doppelungen zwischen REACH und der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL) vor, die den Abfallbegriff in seiner Breite sowie das Recycling und Verwerten insbesondere betreffen. âHier wird es höchste Zeit, diese Doppelregelungen zu beendenâ, erklĂ€ren ĂŒbereinstimmend Dr. Rainer Cosson, BDSV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer und bvse-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Eric Rehbock. Die gemeinsam erarbeiteten VorschlĂ€ge der beiden VerbĂ€nde betreffen SekundĂ€rrohstoffe insgesamt - ganz gleich ob sie im Abfallregime verbleiben oder in den Produktstatus ĂŒbergehen. BDSV und bvse, die zusammen ĂŒber 1000 Entsorgungs- und Recyclingunternehmen vertreten, stimmen darin ĂŒberein, dass die bestehenden Doppelregelungen die Aufbereitung und Verwertung von Altpapier, Altkunststoffen, Metallschrotten und Altglas massiv benachteiligen. Von der Politik und den Behördenvertretern erwarten bvse und BDSV eine entsprechende Ăberarbeitung der REACH-Verordnung. Eric Rehbock fordert: âDas Aufbereiten von Abfallmaterialien zu SekundĂ€rrohstoffen und Produkten ist von der REACH-Verordnung auszunehmen. Gerade vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit mit Rohstoffen fordern wir hierfĂŒr die konsequente UnterstĂŒtzung unserer VorschlĂ€ge von Politik und Behördenvertretern.â âJetzt hat die Politik die Möglichkeit, die Recyclinginitiative der EuropĂ€ischen Gemeinschaft tatkrĂ€ftig zu unterstĂŒtzen und nicht auch noch durch die Auflagen aus dem Chemikalienrecht zu unterlaufenâ, betont Rainer Cosson. Die VorschlĂ€ge der beiden VerbĂ€nde zur Ănderung der REACH-VO betreffen: Ă Art. 2 Abs. 2, das ist eine Generalausnahme fĂŒr AbfĂ€lle, die alle durch Verwertung und Recycling aus Abfallmaterialien hergestellten Materialien umfasst. Ă Art. 2 Abs. 7 Buchstabe d, um auch diejenigen Materialien von Registrierungsverpflichtungen auszunehmen, wenn das PrimĂ€rmaterial bisher noch nicht â weder als Stoff, Zubereitung/Mischung oder Erzeugnis - registriert wurde. Ă Die Aufnahme von allen SekundĂ€rrohstoffen und von allen aus Abfallmaterialien hergestellten Produkten in die AnhĂ€nge IV und V, um deren REACH-Befreiung sicherzustellen. Ă Die Erweiterung von Anhang V Satz 7 um âEisenschwammâ. Ă Die ErgĂ€nzung von Anhang V um einen Neueintrag fĂŒr Stahl und seine Legierungen, die somit und ausdrĂŒcklich auch alle Schrottarten abdeckt. Diese Parameter stellen sicher, dass die Doppelregelung im europĂ€ischen Abfall- und Chemikalienrecht beendet werden. Dies ermöglicht eine hochwertige Verwertung, um Rohstoffe fĂŒr die EuropĂ€ische Gemeinschaft zu sichern. Kontakt: BDSV-Bundesverenigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. Dr. Rainer Cosson, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Berliner Allee 57 40212 DĂŒsseldorf Der deutsche Stahlschrottverband, BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling-und Entsorgungsunternehmen e. V. wurde 1997 gegrĂŒndet und ging aus dem Zusammenschluss zweier ehemals selbstĂ€ndiger RecyclingverbĂ€nde hervor. Heute vertritt der BDSV rund 450 operative Unternehmen, deren Betriebszweck vornehmlich im Bereich Stahlschrott-Recycling liegt. AuĂerdem sind darĂŒber hinaus aber auch viele Unternehmen in weiteren Recyclingbereichen wie Metall, Altpapier, Altholz und Altkunststoff tĂ€tig bvse-Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung e.V. Eric Rehbock Hohe StraĂe 73 53119 Bonn Der bvse - Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung eV - ist ein deutscher Branchendachverband fĂŒr die Recycling und Abfallwirtschaft mit Sitz in Bonn und Vertretungen in Berlin und BrĂŒssel. Seine mehr als 660 meist kleinen und mittelstĂ€ndischen Mitgliedsunternehmen beschĂ€ftigen ĂŒber 50.000 Mitarbeiter und generieren einen Jahresumsatz von ĂŒber 10 Milliarden Euro.
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