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Die Verbände bvse – Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. und BDSV – Bundesverband Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. haben auch für das Jahr 2024 gemeinsam die Deutsche Stahlschrottbilanz veröffentlicht.
Die Schrottzukäufe der deutschen Stahlwerke erhöhten sich im
Berichtsjahr signifikant um 9,5 % und lagen damit bei 12,7 Mio. t (vgl.
Vorjahr: 11,6 Mio. t). Diese Entwicklung korrespondiert mit der
gestiegenen Rohstahlproduktion. Die deutschen Stahlhersteller
produzierten im Jahr 2024 37,2 Mio. t Rohstahl, was einem Anstieg von
5,2 % gegenĂĽber dem Vorjahr entspricht.
Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Elektrostahlroute,
die nahezu ausschlieĂźlich Stahlschrott als Einsatzmaterial nutzt. Mit
einem markanten Produktionszuwachs von 10,2 % auf 10,8 Mio. t Rohstahl
leistete sie einen entscheidenden Beitrag zum Anstieg des
Schrottverbrauchs.
Trotz der positiven Impulse blieb die gesamtdeutsche
Rohstahlerzeugung auch 2024 zum dritten Mal in Folge unter der
angestrebten 40-Millionen-Tonnen-Marke und verharrt damit auf einem
insgesamt niedrigen Produktionsniveau.
Der SchrottauĂźenhandel war
2024 von gegenläufigen Entwicklungen geprägt und hat auf die gestiegene
Stahlproduktion entsprechend reagiert. Während die Importe gegenüber
dem Vorjahr um 22 % auf 4,3 Mio. t zunahmen, gingen die Exporte um 11,9 %
auf 7 Mio. t zurĂĽck. In der Folge verringerte sich der
Netto-ExportĂĽberschuss deutlich um 38,9 % auf 2,7 Mio. t.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland insgesamt 17 Mio. t Stahlschrott
für die Rohstahlerzeugung eingesetzt – ein Plus von 11,2 % gegenüber dem
Vorjahr. Unter Einbeziehung von Eisen-, Stahl- und Temperguss beziffern
bvse und BDSV den gesamten Stahlschrottverbrauch auf 20,65 Mio. t, was
einem Anstieg von 5,7 % entspricht.
| Copyright: | © bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (15.05.2025) | |