Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 wieder geöffnet

Am heutigen Dienstag um 15 Uhr öffnet das Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2 des Abfallwirtschaftsbetriebes München (AWM) wieder seine Pforten. Dienstags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr und samstags zwischen 9 und 13 Uhr können Bürgerinnen und Bürger dann in der Sachsenstraße 29 in Giesing wieder gebrauchte, gut erhaltene Gegenstände zu günstigen Preisen erwerben. Neu ist eine Bastlerecke, in der Ersatzteile wie etwa Fahrradsättel, Felgen und Regalbretter angeboten werden.

"Die Abfallvermeidung steht laut EU-Abfallrahmenrichtlinie an erster Stelle beim Umgang mit Siedlungsabf√§llen. Abfallvermeidung wird in M√ľnchen seit Jahren gro√ü geschrieben," so Axel Markwardt, Kommunalreferent und Erster Werkleiter des AWM. "Deshalb sind wir sehr froh dar√ľber, die so beliebte Halle 2 wieder er√∂ffnen zu k√∂nnen. Hier werden j√§hrlich durch den Verkauf von rund 170.000 gebrauchten Artikeln 1000 Tonnen Abf√§lle vermieden." Bereits seit 2001 verkauft der AWM in dem Gebrauchtwarenkaufhaus gut erhaltene Gegenst√§nde, die an den Wertstoffh√∂fen angeliefert werden und kann dabei rund 45.000 Kunden pro Jahr verzeichnen. Im April 2014 musste der AWM die Halle 2 schlie√üen. Die Gr√ľnde daf√ľr waren zum einen der illegale Verkauf von Wertstoffen durch AWM-Mitarbeiter und zum anderen statische und energetische Ert√ľchtigungsma√ünahmen, die in der 1945 gebauten Halle n√∂tig wurden.

Leicht verändertes Sortiment

Wie bisher werden in der Halle 2 durch den AWM gesammelte Gegenst√§nde angeboten, die wieder verwendet werden k√∂nnen. Dazu geh√∂ren unter anderem M√∂bel, Bilder, B√ľcher, Spielzeug, Geschirr und Sportger√§te. In der neuen Bastlerecke werden dar√ľber hinaus Ersatzteile und Bau- und Bastelmaterialien angeboten. Je nach Nachfrage plant der AWM das Ersatzteil-Angebot zu erweitern und saisonal anzupassen.
Nicht mehr im Sortiment sind Elektroaltger√§te, die der AWM nun vollst√§ndig direkt an Sozialprojekte weitergibt. Hier werden sie vorzerlegt, um ein hochwertiges Recycling zu erm√∂glichen. Der Grund, warum keine Elektroaltger√§te mehr angeboten werden ist das kommende Elektrogesetz. In der novellierten Fassung wird verst√§rkt die Pr√ľfung auf Funktionst√ľchtigkeit gebrauchter Elektroger√§te vor dem Verkauf gefordert werden. Dies kann der AWM derzeit aus personellen Gr√ľnden nicht leisten. B√ľrgerinnen und B√ľrger, die Elektroaltger√§te der Wiederverwendung zuf√ľhren wollen, k√∂nnen diese direkt bei folgenden Stellen abgeben: Con-Job GmbH, Waldmeisterstr. 95b, 80935 M√ľnchen und Linus M√ľnchen GmbH, Karl-Schmid-Str.11, 81829 M√ľnchen.
√úber weitere M√∂glichkeiten, nicht mehr gebrauchte Elektroaltger√§te und andere Wertstoffe weiter zu geben oder weiter zu verwenden informiert der AWM auf seiner Internetseite http://www.awm-muenchen.de/ mit dem Secondhandf√ľhrer, dem Verschenk- und dem Flohmarktportal und dem Reparaturf√ľhrer.

Neue Materialwirtschaft

Um zuk√ľnftig Diebst√§hle auf den Wertstoffh√∂fen und beim Transport von den Wertstoffh√∂fen zur Halle 2 zu vermeiden, setzt der AWM zahlreiche Ma√ünahmen um. Dazu geh√∂ren unter anderem Namensschilder f√ľr alle Wertstoffhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, eine verst√§rkte Arbeitsplatzrotation, elektronische Schlie√üanlagen auf den Wertstoffh√∂fen, die Verst√§rkung der F√ľhrungsebene und eine verbesserte Materialwirtschaft in der wieder er√∂ffneten Halle 2. So hat der AWM die Lager- und Transportlogistik zwischen Wertstoffh√∂fen und Gebrauchtwarenkaufhaus optimiert, wodurch Diebst√§hle weitgehend verhindert werden sollen. Die abgegebenen Gegenst√§nde verpacken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wertstoffh√∂fe in Transportboxen, die in einem Lagerbuch registriert werden.
Unverpackte größere Artikel werden ebenfalls aufgeschrieben und in Großraumcontainern gesammelt, die abends geschlossen und verplombt zur Halle 2 transportiert werden.

Noch mehr Wiederverwendung geplant

Um zuk√ľnftig noch mehr Wertstoffe wieder zu verwenden, plant der AWM ein neues Gebrauchtwarenkaufhaus, das die jetzige Halle 2 in sp√§testens zwei Jahren abl√∂sen wird. Dazu sucht er derzeit intensiv nach einer Immobile. Das neue Gebrauchtwarenkaufhaus wird mehr Komfort f√ľr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten und im Betrieb energiesparender sein. Dar√ľber hinaus werden die M√ľnchnerinnen und M√ľnchner ihre Waren direkt anliefern k√∂nnen und es wird ausreichend Platz f√ľr weitere Ma√ünahmen zur Wiederverwendung wie etwa ein Repair Caf√© geben. Weiter pr√ľft der AWM M√∂glichkeiten, Sozialprojekte, etwa zur Reparatur von Gegenst√§nden, mit in die Wiederverwendung einzubeziehen.
"Als kommunales, nicht gewinnorientiertes Unternehmen ist f√ľr uns der beste Abfall der, der gar nicht entsteht", so Helmut Schmidt, Zweiter Werkleiter des AWM. "Ein modernes, b√ľrgernahes Wertstoffzentrum mit Gebrauchtwarenkaufhaus in dem die Wiederverwendung im Fokus steht, entspricht der modernen Kreislaufwirtschaft. Es wird uns helfen, unsere Recycling- und Wiederverwendungsquote weiter zu steigern und bringt uns unserem Ziel n√§her, als erste Millionenstadt eine Recyclingquote von 65 Prozent zu erreichen."

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Quelle:
Abfallwirtschaftsbetrieb M√ľnchen AWM
Erster Werkleiter: Axel Markwardt, Kommunalreferent der Landeshauptstadt M√ľnchen
Zweiter Werkleiter: Stadtdirektor Helmut Schmidt
Pressestelle Kommunalreferat: Bernd Plank, B√ľro des Referenten, Telefon: 233-28640, E-mail: bdr.kom@muenchen.de
Pressestelle AWM: Helga Seitz, B√ľro der Werkleitung, Telefon 233-31004, E-Mail: bdwl.awm@muenchen.de, Internet: http://www.awm-muenchen.de/



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