Deutsche Verpackungsabfall-Statistik 2003

Rückgang der Leichtverpackungen im getrennt gesammelten Müll

Wiesbaden. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2003 rund 10,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle getrennt eingesammelt. Dies waren zwei Prozent weniger als im Jahr 2002, teilte die Behörde mit am 16. Februar 2005 mit.

Wie schon 2001 und 2002 stammten 59 Prozent (6,4 Millionen Tonnen) der eingesammelten Verkaufsverpackungen von privaten Endverbrauchern. Es wurden im Durchschnitt 78 Kilogramm Verpackungen pro Einwohner vom übrigen Hausmüll getrennt und in der gelben Tonne, im Glas- oder Papiercontainer oder vergleichbaren Systemen eingesammelt. Das im Jahr 2003 eingeführte Pflichtpfand auf Einwegverpackungen verursachte eine deutliche Veränderung an der Zusammensetzung der Verpackungsabfälle. Die größten Einzelposten waren zwar weiterhin mit 2,4 Millionen Tonnen die Glasverpackungen, gefolgt von 2,2 Millionen Tonnen Leichtverpackungen, einem Gemisch aus Kunststoffen, Leichtmetallen und Verbundmaterialien. Die Menge der eingesammelten Leichtverpackungen nahm aber erstmals seit Beginn dieser Erhebungen im Jahr 1996 ab, und zwar mit über 7 Prozent im Vergleich zu 2002 sehr deutlich. Zuvor waren die Mengen an Leichtverpackungen stetig gestiegen, von 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 1996 auf 2,4 Millionen Tonnen im Jahr 2002. Gleichzeitig hat sich der im Jahr 2000 begonnene Rückgang bei den schweren Glasverpackungen fortgesetzt. Ihre Menge nahm 2003 um 1,9 Prozent ab, nach -2,4 Prozent im Jahr 2002.

Die restlichen 41 Prozent des Verpackungsmülls, 4,5 Millionen Tonnen, wurden bei Gewerbe und Industrie eingesammelt. Dabei handelte es sich um Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen. Zu 66 Prozent bestanden diese Verpackungen aus Papier, Pappe beziehungsweise Karton.

66 Prozent aller Verpackungen gingen zuerst an Sortieranlagen, um für eine weitere Verwertung aufbereitet zu werden. Der kleinere Teil (34 Prozent) konnte direkt an den Altstoffhandel oder Verwerterbetriebe wie zum Beispiel Glas- oder Papierfabriken weitergegeben werden.

Kontakt: Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn, Andrea Sandner,Tel. 01888-644-8223, eMail: umwelt@destatis.de.
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Copyright: © Rhombos-Verlag (16.02.2005)
 
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