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NABU zum Global Recycling Day: Deutschland muss beim MĂĽlltrennen noch besser werden
Berlin – Zu wenig, zu vermischt, zu viel im Restmüll: Mit dem
Recycling von Abfällen in Deutschland steht es nicht zum Besten.
Anlässlich des Global Recycling Day am 18. März sagt der NABU, wie mehr
Müll wiederverwertet werden könnte.
„Am Anfang steht die Mülltrennung in den privaten Haushalten. Nur wenn
es hier gut klappt, kann möglichst viel Material recycelt werden“, sagt
Katharina Istel, NABU-Referentin für Ressourcenpolitik, „Entgegen
mancher Gerüchte werden die getrennten Abfälle nicht wieder
zusammengeworfen, und es wird auch nicht alles in andere Länder
verschifft, wo es die Landschaft verschmutzt.“
Trotzdem läuft beim Recycling nicht alles rund: Nur wenig mehr als die
Hälfte der Kunststoffverpackungen in Deutschland werden überhaupt
wiederverwertet. Istel: „Viele Verpackungen kann man gar nicht recyceln,
das muss sich dringend ändern. Positiv ist, dass Anfang des Jahres die
EU-Verpackungsverordnung verabschiedet wurde und bis spätestens 2030
alle Verpackungen recyclingfähig sein müssen.“ Ein weiterer Grund für
die schlechte Quote ist, dass viele Plastikverpackungen in der schwarzen
RestmĂĽlltonne landen. Im RestmĂĽll steckt laut Untersuchungen nur ein
Drittel „echter Restmüll“, fast 40 Prozent sind Bioabfälle und rund 28
Prozent sind Wertstoffe. Diese Stoffe werden dann verbrannt und gehen
fĂĽrs Recycling, Kompostierung oder Biogasgewinnung verloren.
Glas ist heute schon sehr gut zu recyceln, die Quote ist viel höher als
bei Plastik. Aber selbst Glas verpasst die gesetzlichen Recyclingquoten,
weil zu wenig Gläser und Flaschen in der Altglastonne landen – auch
hier: ohne getrennte Sammlung kein Recycling.
Papier- und Kartonverpackungen sowie Getränkekartons können ebenfalls
gut wiederverwertet werden. Aber nicht alles, was nach Papier aussieht,
gehört auch in die Papiertonne. Istel: „Leider gibt es immer mehr
To-go-Verpackungen und neuartige Verpackungen, zum Beispiel fĂĽr
Margarine oder Waschmittel. Das Hauptmaterial ist zwar Papier, aber
letztlich ist es ein Material-Mix oder die Verpackungen sind mit
Chemikalien ausgestattet, damit sie reiĂźfest, feuchtigkeits- und
fettbeständig sind. Diese Art von Papierverpackung ist nicht
recyclingfähig oder stört das Altpapierrecycling.“ Die meisten dieser
Verpackungen gehören, wie die Getränkekartons, in die Gelbe Tonne, aber
auch nicht alle. Leider gibt es noch keine Kennzeichnung fĂĽr die
richtige Mülltrennung bei diesen komplizierten Fällen.
„Wir brauchen dringend eine einheitliche Kennzeichnung auf Verpackungen,
welche Abfalltonne die richtige ist, um die MĂĽlltrennung zu
vereinfachen und das Recycling zu verbessern“, fordert Istel. „Aber
selbst im Zweifelsfall: Keine Verpackung gehört in die Restmülltonne und
die allermeisten Verpackungen kann man glĂĽcklicherweise gut zuordnen.
So kann jede und jeder einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
leisten.“
FĂĽr RĂĽckfragen:
Katharina Istel
NABU-Referentin fĂĽr Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung
Tel. +49 (0)30-284984-1661
Katharina.Istel@NABU.de
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