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Verband setzt ein klares Zeichen fĂĽr eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des Metallrecyclings
Der
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und
Kreislaufwirtschaft (BDE) hat die am 13. Februar 2025 von Präsidium und
Vorstand beschlossene GrĂĽndung des Arbeitskreises Metallrecycling
bekanntgegeben. Mit der konstituierenden Sitzung am Montag, den 17. März
2025, wurde der Auftakt fĂĽr einen intensiven Austausch zwischen
Verbands- und Unternehmensexpertinnen und -experten und fĂĽr die
Entwicklung innovativer Konzepte zur Förderung des Metallrecyclings
gesetzt. Die nächste Tagung findet am 4. Juni 2025 in der Berliner
Geschäftsstelle des BDE – im Haus der Kreislaufwirtschaft statt.
Die Geschäftsführende BDE-Präsidentin Anja Siegesmund betonte zu diesem Anlass:
„Die Konstituierung des Arbeitskreises Metallrecycling stellt einen
wesentlichen Schritt fĂĽr den BDE dar. Wir setzen wichtige Impulse, um
die Zukunft der Metallindustrie am Produktionsstandort Deutschland
gemeinsam mit den Unternehmen der Kreislaufwirtschaft und der
Recyclingbranche zu gestalten. Unsere Expertinnen und Experten aus den
BDE-Mitgliedsunternehmen werden ihre wertvollen Erfahrungen und
innovativen Ideen einbringen. Wir setzen als BDE ein klares Zeichen fĂĽr
eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des
Metallrecyclings. Der Verband freut sich auf einen konstruktiven Dialog
und die gemeinsame Erarbeitung praxisnaher Lösungsansätze.“
Bernd Fleschenberg (COO – TSR Group GmbH & Co. KG) Vorsitzender des Arbeitskreises, fügt hinzu: „Die
konstituierende Sitzung des Arbeitskreises markiert den Auftakt eines
für die Branche wichtigen Prozesses. Ziel ist es, strategische Ansätze
zu entwickeln, um den Recyclinganteil in der Metallindustrie
kontinuierlich weiter zu steigern sowie die ökologischen und
ökonomischen Potenziale der metallischen Recyclingrohstoffe noch stärker
zur Geltung zu bringen. Ein zentraler Hebel dafĂĽr ist der intensive
Austausch mit der Metallbranche – etwa der Stahl-, Aluminium- und
Kupferindustrie. Gemeinsam wollen wir uns dafĂĽr einsetzen, dass
Recyclingrohstoffe – gerade in Zeiten fragiler Lieferketten – die nötige
Akzeptanz in Politik und Industrie erfahren. DarĂĽber hinaus haben wir
uns auf die Agenda geschrieben, klare Positionen zu erarbeiten, um
Themen wie den grenzĂĽberschreitenden Handel, die
Batteriebrandproblematik oder regulatorische Vorgaben lösungsorientiert
anzugehen. Ich freue mich sehr, dieses BDE-Fachgremium als
Arbeitskreisvorsitzender zu leiten und den Dialog mit den Fachleuten aus
unseren Mitgliedsunternehmen und dem Verband zu führen.“
Zukunft der Metallindustrie
Die
Lage der Metallindustrie in Deutschland und Europa steht unter Druck.
Globale Überkapazitäten im Stahlsektor und eine rückläufige Nachfrage
bedrohen den Absatzmarkt der Stahlindustrie. Hinzu kommen hohe
Energiekosten und der tiefgreifende Wandel der europäischen
Stahlproduktion – insbesondere der Umstieg zur ressourcenschonenden
Elektrolichtbogenofen-Technologie (EAF) – der für viele Stahlhersteller
große Investitionen und strukturelle Veränderungen erfordert. Der BDE
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und
Kreislaufwirtschaft begrüßt daher die Initiative der Europäischen
Kommission, die am 4. März 2025 einen strategischen Dialog über die
Zukunft der europäischen Stahlindustrie ins Leben gerufen hat. Die
vorgesehenen Diskussionen sollen der Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit, der Stärkung der Kreislaufwirtschaft, der
Dekarbonisierung und der Elektrifizierung der Stahlproduktion dienen.
Zudem sollen faire Handelsbeziehungen und die Förderung internationaler
Wettbewerbsgleichheit vorangetrieben werden – Forderungen, die vom BDE
im Kontext der Bundestagswahl thematisiert wurden und an die neu zu
bildende Bundesregierung gerichtet werden.
Die Herausforderungen,
mit denen die metallproduzierende Industrie derzeit konfrontiert ist,
machen sich unmittelbar in der Metallrecyclingbranche bemerkbar. Ein
koordiniertes Vorgehen zwischen den Verbänden der Metallproduktion und
des Metallrecyclings ist daher erforderlich, um im Interesse der
Unternehmen tragfähige Rahmenbedingungen zu gestalten. Erste Gespräche
mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl wurden hierzu bereits gefĂĽhrt.
Der
Arbeitskreis Metallrecycling hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsame
Positionen zu erarbeiten und die Präsenz des BDE in Berlin und Brüssel
zu nutzen, um die Politik für die drängenden Aufgaben der Metallbranche
zu sensibilisieren und vor allem auf europäischer Ebene mitzugestalten.
| Copyright: | © BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (20.03.2025) | |