Methangas-Emissionen auf der ehemaligen Deponie Tiengen werden mit BMU-Klimaprojekt fast vollständig reduziert

Rita Schwarzel√ľhr-Sutter weiht Gaserfassungssystem im Landkreis Waldshut ein

Auf dem Gel√§nde der ehemaligen Deponie Tiengen an der Schweizer Grenze im Landkreis Waldshut hat Rita Schwarzel√ľhr-Sutter, Parlamentarische Staatssekret√§rin im Bundesumweltministerium (BMU), heute zusammen mit Waldshuts Landrat Dr. Martin Kistler ein neues Gaserfassungssystem eingeweiht. Mit dieser innovativen Technik werden unkontrollierte Methangas-Emissionen um 94 Prozent gegen√ľber einer klassischen Deponiegaserfassung reduziert. Das BMU hat das erfolgreiche Projekt mit 300.000 Euro aus seiner Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gef√∂rdert.

Rita Schwarzel√ľhr-Sutter: "Die Anlage ist ein wichtiger Baustein der vielf√§ltigen Aktivit√§ten f√ľr den Klimaschutz im Landkreis Waldshut. Landkreise, Gemeinden und St√§dte haben beim Klimaschutz eine herausragende Rolle. Klimaschutz findet oft in Berlin, Br√ľssel oder j√ľngst auch in Glasgow statt. Das sind wichtige Gespr√§che und Entscheidungen, die einen weltweiten Rahmen f√ľr unsere Aktivit√§ten schaffen. Aber hier im Landkreis, auf dieser Deponie, da wird Klimaschutz konkret. Hier sehen und erfahren wir unmittelbar die Ver√§nderungen und Fortschritte."

Das Bundesumweltministerium hat das Klimaschutzprojekt auf der ehemaligen Deponie Tiengen zwischen 2019 und 2012 mit rund 300.000 Euro gef√∂rdert. Das Deponiegas, das bisher verbrannt wurde, wird jetzt mittels einer neuen Gasf√∂rderstation mit Methanoxidationsfilter neutralisiert. Durch den Einsatz dieser modernen Klimaschutztechnologie werden in der stillgelegten Deponie Tiengen insgesamt 16.000 Tonnen CO2-√Ąquivalente eingespart. Mit der vom BMU ebenfalls gef√∂rderten klimaschonenden Entl√ľftung der Deponien in Lottstetten und Lachengraben k√∂nnen √ľber 70.000 weitere Tonnen CO2-√Ąquivalente eingespart werden. Das zeigt, wie gro√ü die Klimaschutzpotenziale durch innovative Technologien in den Kommunen sind.

Bereits seit 2013 bezuschusst das Bundesumweltministerium √ľber die Kommunalrichtlinie Vorhaben im Deponiebereich. Inzwischen haben bereits √ľber 100 Deponiebetreiber eine F√∂rderung erhalten, die Anzahl der bewilligten Vorhaben bzw. Ma√ünahmen bel√§uft sich auf √ľber 200, da einzelne Deponiebetreiber mehrere Ma√ünahmen umsetzen oder umgesetzt haben. Zum 1. Januar 2022 wird eine novellierte Kommunalrichtlinie in Kraft treten, mit der die erfolgreiche F√∂rderung im Bereich der Siedlungsabfalldeponien erweitert wird. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie werden sowohl strategische Vorhaben gef√∂rdert, um den Klimaschutz vor Ort zu verankern, als auch investive Ma√ünahmen, die dabei helfen, Treibhausgasminderungspotenziale zu identifizieren und konkrete Treibhausgaseinsparungen zu erzielen.

Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (26.11.2021)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

 

SCHNELL Motoren AG
Erneuerbaren Energien gehört die
Zukunft: Blockheizkraftwerke
f√ľr Energie aus Biomasse