VKU-Leitfaden zur guten Praxis der kommunalen Elektroaltgerätesammlung erschienen

Fast jeder hat sie zuhause herumliegen: Ausrangierte Handys, kaputte Rasierapparate, jede Art von ferngesteuertem Spielzeug, elektrische Zahnb√ľrsten, Kameras oder Toaster ‚Äď bis zu 5 Kilogramm kleine Elektroaltger√§te pro Kopf werden in Schubladen, Schr√§nken oder Kisten vermutet.

Und gerade weil sie so klein sind, entsorgen wir sie oft falsch: Jedes Jahr landet kiloweise Elektroschrott im Restm√ľll oder in der Wertstofftonne ‚Äď und nicht an den Sammelstellen.
Weil viele dieser Ger√§te also falsch entsorgt werden, k√∂nnen sie auch nicht recycelt und somit auch die wichtigen Rohmaterialien nicht zur√ľckgewonnen werden.
Deutschland verfehlt so wie viele andere EU-Staaten derzeit die vorgegebenen Sammelquoten f√ľr Elektro- und Elektronikaltger√§te.
Der VKU hat nun einen Leitfaden mit praktischen Hinweisen erstellt, wie eine gute kommunale Sammelquote erreicht oder bereits erreichte Quoten weiter ausgebaut werden können. Das stärkt das Recycling und die Wiederverwendung von wichtigen Rohmaterialien. Die Empfehlungen basieren auf Ergebnissen einer VKU-Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen sowie einer weiteren Befragung der stiftung ear (Stiftung Elektro-Altgeräte Register) unter öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern mit einer besonders hohen Sammelleistung (regelmäßig mehr als 10 kg pro Einwohner im Jahr bezogen auf alle Sammelgruppen).
Der Leitfaden behandelt auf 22 Seiten die optimale Ausgestaltung der Sammelsysteme im Hol- und Bringsystem, die √Ėffentlichkeitsarbeit, die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wie dem Handel oder der Wohnungswirtschaft sowie den Umgang mit illegalen Sammlungen. Des Weiteren sind im Anhang Mustertexte f√ľr die Umsetzung der Informationspflichten der √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger (√∂rE) nach ¬ß 18 Abs. 1 ElektroG hinterlegt, die von den kommunalen Unternehmen genutzt und bei Bedarf individuell angepasst werden k√∂nnen.
Der Leitfaden steht auf der VKU-Homepage kostenlos hier zum Download zur Verf√ľgung.
Hintergrund:
Das Elektrogesetz sieht sehr hohe Sammelquoten f√ľr Elektro- und Elektronikaltger√§te vor. Die Sammelquoten werden durch die Sammelleistung aller zur Erfassung von Elektro- und Elektronikaltger√§ten berechtigten Akteure ermittelt. Dazu geh√∂ren √∂rE, Vertreiber, Hersteller und zertifizierte Erstbehandlungsanlagen sowie von den vorgenannten Akteuren beauftragte Dritte. Das Ziel einer Sammlung von 65 Prozent des Gewichts der im Durchschnitt in den jeweils letzten drei Jahren auf den Markt gebrachten Elektro- und Elektronikger√§te wird derzeit um mehr als 20 Prozentpunkte verfehlt. Es tut sich hierbei eine L√ľcke von gut 800.000 Tonnen an Elektro- und Elektronikaltger√§ten auf, die in die legalen Erfassungs- und Mitteilungswege gelenkt werden m√ľssen, damit die Quote erreicht werden kann. Die √∂rE tragen aufgrund ihrer traditionellen Rolle als Entsorger von Haushaltsabf√§llen hierbei die Grundlast, auch seitens der B√ľrger werden die Kommunen als wichtigster Ansprechpartner f√ľr die Abgabe von Altger√§ten angesehen.


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Copyright: © VKU (13.07.2023)
 
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