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Sie fallen beim Kochen an oder werden nicht rechtzeitig verzehrt: Lebensmittelreste lassen sich nicht immer vermeiden. Dürfen alle Essensreste in die Biotonne oder müssen manche in den Restmüll?
Grundsätzlich sollten Lebensmittelreste so gut wie möglich vermieden werden. Angebrauchte Lebensmittel sollten bis zum vollständigen Verbrauch gut gekühlt aufbewahrt werden. Viele werfen Lebensmittel weg, nur weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum, das nur die Eigenschaften eines Produktes garantiert, überschritten haben. Aber es hat nichts mit dem Verderb zu tun. Nicht jedes abgelaufene Produkt muss also in den Müll. Anders das Verbrauchsdatum, das Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch kennzeichnet. Nach Ablauf dieses Datums darf das Produkt nicht mehr verkauft werden. Wer das beachtet, hat kaum noch Essensabfälle. Die nicht vermeidbaren Essensreste sollten entweder selbst kompostiert oder in der Biotonne entsorgt werden.
Schalen von Obst, Gemüsereste, Kaffeesatz mit Papierfilter, gekochte Lebensmittel, Eier und Eierschalen, Brot- und Backwarenreste, Milchprodukte, Nussschalen und alle anderen Lebensmittel ohne Verpackung. Auch die festen, manchmal chemisch behandelten, Schalen von Zitrusfrüchten dürfen in die Biotonne, ebenso wie Naturrinde vom Käse. Auch Fleisch, Wurst und Fischreste, tierische Abfälle und Knochen, es sei denn, die zuständige Kommune legt etwas anderes fest.
Beim örtlichen Entsorgungsträger kann man sich über Ausnahmen informieren. Eine solche Ausnahme kann für Fleisch- oder Fischreste gelten, die zur Vermeidung von Geruchsbelästigung oder Ungeziefer möglichst in Zeitungspapier eingeschlagen werden sollten. Übrigens eignen sich dafür keine Hochglanzmagazine, da das feste Papier häufig beschichtet oder imprägniert ist und langsamer verrottet.
Ungeöffnete, verdorbene Lebensmittel sollten aus der Verpackung genommen werden. Wer sich vor möglichen Schimmelsporen in Acht nehmen muss, kann die ungeöffnete Packung im Restmüll entsorgen oder sollte sie im Freien öffnen.
Zum 1. Januar 2015 wird die Biotonne überall eingeführt. Ab dann erhalten alle Haushalte in Deutschland die Möglichkeit, ihre Lebensmittelreste ordentlich vom Restmüll zu trennen. Wer Bioabfall sammelt, reduziert seinen Restmüll deutlich, schont Umwelt und Geldbeutel.
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