Trinkwasser aus Windkraftanlagen

Das franz√∂sische Unternehmen Eole Water in Sainte Tulle (S√ľdfrankreich) macht Wasser aus Wind. Seit Jahren schon verfolgt der Gesch√§ftsf√ľhrer, Marc Parent, diesen Traum. Nachdem er verschiedene Prototypen getestet hatte, konnte er ihn 2008 mit "WMS1000" endlich verwirklichen.

Die Windkraftanlage WMS1000 zielt darauf ab, die Feuchtigkeit aus der Luft zur√ľckzugewinnen, um entlegene Regionen mit Trinkwasser zu versorgen. Zu diesem Zweck ist die WMS1000 mit einem zus√§tzlichen Feuchtigkeitskondensator ausgestattet. Dieser Kondensator hat eine Austauschfl√§che von insgesamt 5km¬≤. Er besteht aus Edelstahl, wodurch das Korrosionsrisiko verringert und die Nutzung so √ľber mehrere Jahrzehnte m√∂glich ist. Das aus der Luft gewonnene Wasser wird √ľber ein Aufbereitungssystem (5-Etappen) weitergeleitet. Die WMS1000 hat nur geringe Auswirkungen auf die Umwelt, da sie keine externe Energiequelle ben√∂tigt und weder Grund- noch Oberfl√§chenwasser verunreinigt. Sie kann bei 24¬įC und bei einer Luftfeuchtigkeit von 45% bis zu 62 Liter Wasser pro Stunde produzieren. Am Ende sei ‚Ä≥die Qualit√§t sogar noch besser, als von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschrieben‚Ä≥, so das Unternehmen.
Nach einer zweij√§hrigen Testphase in S√ľdfrankreich wird die WMS1000 seit November 2011 unter extremeren Wetterbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten getestet. Sollten die Tests erfolgreich sein, wird die Anlage sp√§testens im Juni 2012 endg√ľltig installiert.
Das Unternehmen hat ein weiteres umweltfreundliches Konzept entwickelt, das mit Sonnenenergie arbeitet. Weitere Informationen auf Englisch bekommen Sie unter: http://www.eolewater.com/gb/our-products/our-expertise.html

Quelle:
- Artikel aus Enerzine ‚Äď 03.05.2012 - http://www.enerzine.com/3/13899+eole-water-recupere-leau-de-lair-a-partir-de-tur...
Redakteurin:
Edith Chezel, edith.chezel@diplomatie.gouv.fr



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