Wasser ist gesund ‚Äď aber nur ohne Schadstoffe und Krankheitserreger

Neue BMBF-Fördermaßnahme zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Neue Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf stellen auch in Deutschland eine akute Herausforderung f√ľr die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung dar. Mit der neuen BMBF-F√∂rderma√ünahme ‚ÄěRisikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf ‚Äď RiSKWa‚Äú sollen Antworten darauf gefunden werden. 12 Forschungsverbundprojekte mit √ľber 90 Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Beh√∂rden arbeiten in den kommenden drei Jahren an einem innovativen und dynamischen System des Risikomanagements im Wasserkreislauf.
Seit einigen Jahren werden viele neuere Stoffe mit Umweltrelevanz in Kl√§ranlagenabl√§ufen und Flie√ügew√§ssern im Spurenbereich nachgewiesen. Es handelt sich dabei z.B. um Arzneimittel, Hormone, Sonnenschutzmittel, Waschmittelinhaltsstoffe, Tenside oder auch Flammschutzmittel aus unterschiedlichsten Bedarfsgegenst√§nden, die unter der Bezeichnung "Anthropogene Spurenstoffe" bzw. "Xenobiotika" zusammengefasst werden. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass viele von ihnen schlecht abbaubar sind und sich in der Umwelt anreichern. Um sie zu entfernen, sind neben den klassischen Verfahren der Abwasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung aufw√§ndige Zusatzma√ünahmen notwendig; sonst k√∂nnen sie fr√ľher oder sp√§ter ins Trinkwasser gelangen.
Eine √§hnliche Situation besteht bei Krankheitserregern: In den letzten beiden Jahrzehnten wurden bislang wenig verbreitete Krankheitserreger in der Umwelt und im Trinkwasser entdeckt. Sie f√ľhrten zu Krankheitsausbr√ľchen oder sporadischen Infektionen mit erheblicher epidemiologischer Bedeutung und waren mit den klassischen Strategien der Trinkwasserhygiene kaum zu kontrollieren. Auch das Muster des Auftretens bekannter Krankheitserreger (z.B. Cryptosporidien, Giardia, Noroviren) ver√§ndert sich sowohl durch den Wandel des Klimas als auch der demografischen Verh√§ltnisse.
Vor diesem Hintergrund geh√∂rt es auch in Deutschland zu den gr√∂√üten Herausforderungen f√ľr ein nachhaltiges Wassermanagement, eine qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung sowie eine √∂kologisch wie √∂konomisch effiziente Abwasserentsorgung sicherzustellen.
Gerade die Vielfalt der anthropogenen Spurenstoffe und der neuen Krankheitserreger erweist sich sowohl in Hinblick auf die Bewertung als auch Elimination als gro√üe Herausforderung. Das Bundesministerium f√ľr Bildung und Forschung (BMBF) finanziert deshalb in den n√§chsten drei Jahren im Rahmen der F√∂rderma√ünahme ‚ÄěRisikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf ‚Äď RiSKWa‚Äú 12 Verbundforschungsvorhaben mit insgesamt 30 Millionen Euro. Ziel ist es, innovative Technologien und Konzepte zum Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern f√ľr den vorsorgenden Gesundheits- und Umweltschutz zu entwickeln.
RiSKWa ist Teil des BMBF-F√∂rderschwerpunktes ‚ÄěNachhaltiges Wassermanagement‚Äú (NaWaM) und in das BMBF-Forschungsrahmenprogramm ‚ÄěForschung f√ľr nachhaltige Entwicklungen - FONA‚Äú eingebunden (http://www.fona.de).
Weitere Informationen zur Fördermaßnahme und Ihrer 12 Verbundprojekte unter http://www.riskwa.de
Kontakt:
Wissenschaftliche Begleitung der BMBF-Fördermaßnahme RiSKWa
Dr. Thomas Track
DECHEMA Gesellschaft f√ľr Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
Email: track@dechema.de
Weitere Informationen:
http://www.riskwa.de



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