Schnellerer Schutz der Wasserressourcen nötig

Maßnahmen zum Wassermanagement mĂŒssen weltweit schneller umgesetzt werden, da der globale Wandel eine starke Dynamik hat und bereits jetzt zu irreversiblen SchĂ€den der Wasserressourcen in vielen Regionen der Welt fĂŒhrt. Das fordert eine Gruppe internationaler Wasserexperten in einer Dresdner ErklĂ€rung, die sich an die Teilnehmer der Bonner Konferenz zu Wasser-, Energie- und Nahrungsmittelsicherheit wendet.

Die internationale Konferenz „Bonn2011 Conference: The Water Energy and Food Security Nexus – Solutions for the Green Economy“ findet vom 16. bis 18. November statt und wurde von der Bundesregierung als ein wesentlicher Beitrag Deutschlands zur UN-Konferenz fĂŒr nachhaltige Entwicklung „Rio2012“ angekĂŒndigt. Im November haben die Vereinten Nationen eine Zusammenfassung ihres „Water Report for Rio+20“ vorgestellt, der einen Überblick zum aktuellem Zustand der globalen Wasserressourcen gibt.
Zu den Unterzeichnern der Dresdner ErklĂ€rung gehören neben Experten aus Deutschland unter anderem auch Wasserspezialisten der Vereinten Nationen, aus Mexiko, SĂŒdafrika, Indien, Kanada und China. In ihrer ErklĂ€rung weisen die Unterzeichner darauf hin, dass das Konzept des Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM) in den letzten 20 Jahren eine breite Akzeptanz in der Mehrheit der LĂ€nder weltweit gewonnen hat. Doch wĂ€hrend es erhebliche Fortschritte gegeben hĂ€tte, um IWRM in die nationalen Politiken, Strategien und Gesetze zu integrieren, sei die tatsĂ€chliche Umsetzung des IWRM immer noch im RĂŒckstand. Die Konsequenzen könnten daher große Teile der Gesellschaft betreffen, da diese Wasserinfrastrukturen vielfĂ€ltige Aufgaben ĂŒbernehmen wie zum Beispiel das Abwasser-Management fĂŒr den Schutz der Umwelt und die menschliche Gesundheit, die Wasserbereitstellung fĂŒr die Energiegewinnung oder Nahrungsmittelproduktion sowie die AbschwĂ€chung von Extremereignissen wie Hochwasser und DĂŒrren. Es sei notwendig, die wissenschaftlichen Grundlagen der Bewirtschaftung von Wasserressourcen weiter auszubauen. Die benötigten ForschungsansĂ€tze mĂŒssten interdisziplinĂ€r sein, Entwicklung und Innovation einschließen, handlungsorientiert sein und eine funktionierende Schnittstelle zur Politik umfassen.
Die Dresdner ErklĂ€rung ist das Ergebnis einer Konferenz zum Integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM), die am 12./13. Oktober 2011 in Dresden stattfand. Über 350 Wissenschaftler und Mitarbeiter von Politik, Verwaltung, Unternehmen und der Entwicklungszusammenarbeit aus ĂŒber 50 LĂ€ndern widmeten sich in ĂŒber 100 VortrĂ€gen, Diskussionen und zahlreichen PosterbeitrĂ€gen der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser. Behandelt wurden aktuelle Fragen des Wassersektors wie z.B.: Wie kann die Wasserbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels nachhaltig geplant werden? Welche Technologien tragen zu einer effizienten und sparsamen Nutzung von Wasser bei? Wie kann deutsches Know-how in Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern genutzt werden? Wie kann ein flexibles und integratives Wasserressourcen-Management konzipiert werden? Die Konferenz wurde vom Helmholtz-Zentrum fĂŒr Umweltforschung (UFZ) organisiert, vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der International Water Association (IWA) sowie dem Global Water Systems Project (GWSP) unterstĂŒtzt.
Tilo Arnhold
http://www.ufz.de/index.php?de=640
Die Dresdner ErklĂ€rung “Message from the Dresden International Conference on Integrated Water Resources Management” ist online unter:
http://www.bmbf.iwrm2011.de/_media/Dresden_to_Bonn_Message_IWRM_2011_11_01.pdf
Links:
Rio+20: Water Resource Report:
http://www.unwater.org/rio2012/report/index.html
Konferenz „Bonn2011 Nexus Conference“ (Bonn, 16. bis 18.11.11):
http://www.water-energy-food.org/de/home.html
Konferenz „IWRM 2011“ (Dresden, 12./13.10.11):
http://www.bmbf.iwrm2011.de/
Förderschwerpunkt Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM):
http://www.bmbf.wasserressourcen-management.de/
UFZ-Schwerpunktthema „Wasser und Globaler Wandel“:
http://www.ufz.de/index.php?de=21285
UFZ-Spezial „In Sachen Wasser“:
http://www.ufz.de/index.php?de=21987
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dietrich Borchardt
Helmholtz-Zentrum fĂŒr Umweltforschung (UFZ)
Telefon: 0391-810-9757
http://www.ufz.de/index.php?de=15581
und
Prof. Dr. Peter Krebs
Technische UniversitÀt Dresden
Telefon: 0351-463-35257
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_forst_geo_und_hydrowis...
oder ĂŒber
Tilo Arnhold (Pressestelle des UFZ)
Telefon: 0341-235-1635
http://www.ufz.de/index.php?de=640
sowie
Kim-Astrid Magister (Pressesprecherin der TU Dresden)
Telefon: 0351-463-32398
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/verwaltung/dezernat_5/sachgebiet_5_7/gruppe_...
Im Helmholtz-Zentrum fĂŒr Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden VerĂ€nderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natĂŒrlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschĂ€ftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 1000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.
http://www.ufz.de/
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet BeitrĂ€ge zur Lösung großer und drĂ€ngender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, SchlĂŒsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ĂŒber 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die grĂ¶ĂŸte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).
http://www.helmholtz.de

Weitere Informationen:
http://www.bmbf.iwrm2011.de



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (14.11.2011)
 
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